Murgang 1959 · Fürstenaubruck · GR

Murgang in Fürstenaubruck, 1959

Ein heftiges Gewitter zieht am 10. spät abends über Nordbünden. Über dem inneren Domleschg ist es besonders stark, so dass der Scharanser Bach bei Fürstenaubruck ausbricht, ein Haus verschüttet und weitere Gebäude beschädigt. Quelle Jahresb

Ein heftiges Gewitter zieht am 10. spät abends über Nordbünden. Über dem inneren Domleschg ist es besonders stark, so dass der Scharanser Bach bei Fürstenaubruck ausbricht, ein Haus verschüttet und weitere Gebäude beschädigt.

Quelle

Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden. Band 89 (1959-1961).

Medienberichte zum Ereignis

Neue Zürcher Zeitung, Nummer 2189, 14. Juli 1959 Ausgabe 02

Chur, 13. Juli, ag In der Nacht auf den Sonntag ging über dem Domleschg ein schweres Unwetter nieder. In der Gegend des Piz Danis brach ein Gewitter los, das grosse Wassermassen zu Tal brachte und im Scharanser Tobel drei Brücken, rund 40 Kubikmeter Holz und grosse Massen Steine wegriss. Das mitgeführte Holz versperrte in Fürstenaubruck den Durchlass unter der Brücke, so dass die Flut über das Ufer trat und die grosse Dorfschmiede bis zum ersten Stock mit Geschiebe verschüttete. Die Bewohner konnten sich durch eine Oeffnung im Dachstock retten. Der Sachschaden ist bedeutend. Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen.

Berner Tagwacht, Band 67, Nummer 162, 15. Juli 1959

Schweres Unwetter im Domleschg: Rüfenkatastrophe in Fürstenaubruck. Ein schweres Gewitter suchte das Domleschg heim, wobei ungeheure Wasserrnengen zu Tal kamen. ln Fürstenaubruck staute das mitgerissene Holz den Bach. Die einer Lavamasse gleichende Flut trat über die Ufer und ergoss sich ins Dorf, wo die Einwohner z. T. nur das nackte Leben retten konnten, indem sie durch die Fenster flüchteten.

Unser Bild zeigt die heimgesuchten Häuser.
Unser Bild zeigt die heimgesuchten Häuser. Links das aus den Schlammassen herausragende Dach eines Waschhauses.

Oberländer Tagblatt, Band 83, Nummer 162, 15. Juli 1959

Die Rüfenkatastrophe im Domleschg. Ein schweres Gewitter, das in der Gegend von Scalottas und Piz Danis losgebrochen war, brachte im Domleschg ungeheure Wassermengen zu Tal. In Fürstenaubruck versperrte das mitgeführte Holz den Durchlass unter der Brücke, so dass die Flut über das Ufer trat und die grosse Dorfschmiede bis zum ersten Stock mit Geschiebe verschüttete (unser Bild). Die Bewohner konnten sich durch eine Oeffnung im Dachstock retten.

Abbildung zu «Murgang in Fürstenaubruck, 1959»

Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann

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