Während des Unwetters vom 21./22. August 2005 entstanden gesamtschweizerisch erfassbare Schäden von rund drei Milliarden Franken. Am stärksten betroffen waren die Kantone Bern (805 Millionen Franken Gesamtschaden), Luzern (590), Uri (365), Obwalden (345) sowie Nidwalden (120).
In Graubünden belief sich der Gesamtschaden auf etwas mehr als 85 Millionen Franken:
– Schäden Privater: 45 Millionen
– Infrastrukturschäden (ohne Bahnen): 40 Millionen
– Schäden an Bahnen: etwas mehr als 5 Millionen.

Das Schadensausmass in Graubünden. Karte in: Bezzola G. R., Hegg C. (Ed.) 2007: Ereignisanalyse Hochwasser 2005, Teil 1 – Prozesse, Schäden und erste Einordnung. Bundesamt für Umwelt BAFU, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL. Umwelt-Wissen Nr. 0707.
Quelle
Bezzola G. R., Hegg C. (Ed.) 2007: Ereignisanalyse Hochwasser 2005, Teil 1 – Prozesse, Schäden und erste Einordnung. Bundesamt für Umwelt BAFU, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL. Umwelt-Wissen Nr. 0707. download
Literatur
- BAFU: Ereignisanalyse Hochwasser 2005. Teil 2 – Analyse von Prozessen, Massnahmen und Gefahrengrundlagen. 2007 download
- Interkantonaler Rückversicherungsverband: Hochwasser August 2005: Schadenanalyse – ein Monat danach. download
- UVEK: Hochwasser 2005 in der Schweiz. Synthesebericht zur Ereignisanalyse. download
- Daniel Bollinger, Ueli Gruner, Roland Wyss: Hochwasser August 2005 − Analyse der Hanginstabilitäten. Schweiz. Bull. angew. Geol. Vol. 14/1+2, 2009. download
- Nadine Hilker: Unwetterschäden in der Schweiz im Jahre 2005. download
- Willi, Hans Peter / Bollinger, Daniel: Hat die Gefahrenprävention beim Hochwasser im August 2005 versagt? Bulletin für angewandte Geologie, Band: 11 (2006), Heft: 2. download
- DIE NAZ UND DAS AUGUST-UNWETTER 2005: Sondereinsatz Hochwasser. Action : Zivilschutz, Bevölkerungsschutz, Kulturgüterschutz, Band: 53 (2006), Heft: 1. download
Das Hochwasser 2005 im Kanton Graubünden
In Graubünden beliefen sich der Gesamtschaden auf etwas mehr als 85 Millionen Franken:
– Schäden Privater: 45 Millionen
– Infrastrukturschäden (ohne Bahnen): 40 Millionen
– Schäden an Bahnen: etwas mehr als 5 Millionen
Mit Abstand am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurde die Gemeinde Klosters–Serneus (Schadenssumme: mehr als 43 Mio. Franken). In der Gemeinde Susch war primär die hochgehende Susasca verantwortlich für die Schäden von über 4 Mio. Franken. Zwischen Ardez und Scuol im Unterengadin wurden Bahntrassee und Kantonsstrasse beschädigt.Während des Unwetters ereigneten sich unzählige Rutschungen.
In Küblis wurde eine 72-jährige Frau von einem in der Landquart treibenden Baum getroffen, fiel in den Fluss und konnte nur noch tot geborgen werden. Insgesamt mussten in Graubünden über 200 Menschen evakuiert werden.
Quellen
- tur gmbh: Unwetter 2005 Klosters-Serneus. download
- Amt für Wald und Naturgefahren, Gefahrenkommission: Unwetterdokumentation Graubünden, August 2005. download
- Gebäudeversicherung Graubünden: Jahresbericht 2005. download
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

