Am Samstag, 19. Mai 2018 kam es am Walensee um ca. 00:30 Uhr in der Südwand über dem ehemaligen Steinbruch Schnür zu einem Felssturz. Auf ca. 1‘290 m.ü.M. löste sich ein rund 30 Meter breites, 30 Meter hohes sowie 5 Meter mächtiges Felspaket.
Die rund 4’000 Kubikmeter grosse Felsmasse prallte in der Felswand (auf ca. 1’220 m.ü.M.) und am Wandfuss (auf ca. 1‘070 m.ü.M.) auf und zerbrach dabei in unzählige Kleinblöcke. Durch den Aufprall wurde der Wald am Wandfuss auf einer Breite von ca. 80 bis 100 Meter vollständig weggefegt. Die gerodete Waldpartie verjüngt sich auf 870 bis 800 m.ü.M. auf etwa die Hälfte. Anschliessend war sie bis zum Wanderweg Betlis-Quinten (ca. 10 Höhenmeter über der Felskante des ehemaligen Steinbruchs Schnür auf ca. 650 m.ü.M.) rund 20 Meter breit. Während des Ereignisses gab es glücklicherweise weder Personen- noch Gebäudeschaden.
Der Felssturz war in Mühlehorn und Murg gut hörbar; deshalb benachrichtigten die Anwohner die Behörden. Am Samstag, 19. Mai 2018 inspizierten Behördenvertreter und ein Geologe die Abrissstelle sowie die Sturzbahn mit dem Helikopter. Bereits vor dem Erkundungsflug wurde als Sofortmassnahme die Wegsperrung in die Wege geleitet und noch gleichentags umgesetzt.
Sämtliches Material, das über die Felswand des ehemaligen Steinbruchs Schnür stürzte, blieb auf dem ehemaligen Betriebsareal liegen. Aufgrund der Grösse dieses Rückhalteraums dürfte auch das Material von allfälligen Nachstürzen oder Murgängen nicht bis in den Walensee gelangen, wo es Wassersportler gefährden oder Flutwellen (Tsunami) auslösen könnte.
Quelle
Gemeinde Amden: Felssturz Seerenwald. Mitteilungen des Gemeinderates – Juni 2018.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann


