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- Welchen Weg nahmen die Bersturzmassen? Wie weit bewegten sie sich?
- Welches Volumen hat der Bergsturz? Welche Fläche bedecken die Bergsturz-Ablagerungen?
- Welche Folgen hatte der Bergsturz?
Welchen Weg nahmen die Bersturzmassen? Wie weit bewegten sie sich?
Die Felsmassen lösten sich am Giümelin auf ca. 2300 Metern über Meer. Sie stürzten rund 1400 Meter ins Tal hinab. Als Sturzstrom flossen sie quer übers Tal hinweg und brandeten auf der gegenüberliegenden Talseite den Gegenhang hoch. Dabei entstand der Mota dal Meschin.
Ein kleiner Teil des Sturzstroms wurde nach Südosten abgelenkt und bewegte sich rund einen Kilometer weit talabwärts in Richtung Brusio.
Der Geologe Adrian Pfiffner zweifelt daran, dass sich der Bergsturz in der Abrissnische am Giümelin löste. Er geht davon aus, dass sich der Bergsturz auf der anderen Talseite bei San Rumedi löste.

Welches Volumen hat der Bergsturz? Welche Fläche bedecken die Bergsturz-Ablagerungen?
Das Volumen der Bergsturzmassen beträgt rund 150 Millionen m3.
Welche Folgen hatte der Bergsturz?
Die Bergsturz-Ablagerungen stauten den Poschiavino. Dadurch entstand der Lago di Poschiavo.
Unmittelbar nach dem Bergsturz reichte der aufgestaute See rund fünf Kilometer weit talaufwärts und war somit fast acht Kilometer lang. Seither hat der Poschiavino etwa zwei Drittel des Sees mit seinen Ablagerungen zugeschüttet. Die Talebene bei Le Prese wird also immer grösser – und der Lago di Poschiavo stetig kleiner.
Quellen
- Lardelli, T.: Berg- und Felsstürze. Terra Grischuna 5/198
- Heim: Bergsturz und Menschenleben. Beiblatt zur Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. 1932 No. 20. Jahrg. 77 download
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann


