
Orange: Ausbruchsnische. Rot: Ausbreitung des Bergsturzes / Bergsturzablagerungen. Die Eintragungen in dieser Karte erheben keinen Anspruch auf wissenschaftliche Exaktheit. © Hintergrundkarte: swisstopo digitales Höhenmodell swissALTI3D. Zur interaktiven Version dieser Karte
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- Wo löste sich der Bergsturz? Wie breitete er sich aus?
- Wie alt ist der Bergsturz mit seinen drei Entstehungsphasen?
- Welches Volumen haben die Ablagerungen? Welche Fläche bedecken sie?
Wo löste sich der Bergsturz? Wie breitete er sich aus?
Die Ablagerungen, welche unter dem Begriff “Totalp-Bergsturz” zusammengefasst werden, wurden in drei Phasen gebildet.
In einer ersten Phase ging die Hauptsturzmasse aus dem Gebiet des Totalphorns (Totalphora) nieder. Die Sturzmasse brandete an der gegenüberliegenden östlichen Talseite an. Ein grosser Teil kam im Gebiet Drussetschawald zum Stillstand.
In einer zweiten Phase ging ein weiterer Bergsturz aus dem Gebiet unterhalb des Totalphorns nieder. Sie kam im Raum Deelewald zu Stillstand. Zudem lagerte sie sich an die Bergsturzablagerung Drussetschawald an bzw. überlagerte diese teilweise.
In einer dritten Phase löste sich Bergsturzmaterial, das sich im Rahmen der ersten Phase abgelagert hatte, aus der markanten Ausbruchsnische oberhalb von Lusiwald und bewegte sich bis ins Gebiet Grossweid – Stützwald.

Übersicht über die Ablagerungen des Totalp-Bergsturzes (Raum Wolfgangpass – Klosters).
Diese Ablagerungen entstanden in drei Phasen:
1 = Phase 1: Ablagerungen im Raum Drussetschawald (Interaktive Karte)
2 = Phase 2: Ablagerungen im Raum Delenwald (interaktive Karte)
3 = Phase 3: Bewegung von Bergsturzablagerungen der Phase 1 in den Raum Stützwald (interaktive Karte)
Wie alt ist der Bergsturz mit seinen drei Entstehungsphasen?
Die drei Phasen ereigneten sich während der letzten Eiszeit vor rund 14’000 Jahren.
Welches Volumen haben die Ablagerungen? Welche Fläche bedecken sie?
Die gesamten Bergsturz-Ablagerungen haben ein Volumen von 400 bis 600 Mio. m3. Sie breiten sich vom Wolfgangpass bis hinunter nach Selfranga aus.
Quellen
- Signer, A., Maggetti, M., Keller, F., Winkler, W., Weissert, H.J. & Pfiffner, O.A. (2018): Blatt 1197 Davos. – Geol. Atlas Schweiz 1: 25 000, Erläut. 156. download
Literatur
Stephan Juchler. H. Sticher: Der Totalpbergsturz bei Davos aus bodenkundlicher Sicht. Geographica Helvetica 1985 – Nr. 3. download
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann


