Wie verlief der Felssturz? Welchen Weg nahmen die Felssturzmassen?
Die Sturzmassen lösten sich am Cima di Cardan, auf 2400 bis 2450 m.ü.M. Sie strömten auf einer Fahrbahn von etwa 750 m horizontaler Länge und 200 bis 250 Metern Breite in Richtung SW talwärts.
Wie weit bewegten sich die Sturzmassen?
Die Felssturzablagerungen findet man auf einer Höhe zwischen 1770 m und 1530 m.ü.M (im Raum Rovino – Pisciadell). Sie sind gut erkennbar, scharf begrenzt, aufgewölbt, ca. 250 m breit und 750 m lang. Die Berninapass-Strasse durchquert diese Ablagerungen.
Welches Volumen haben die Ablagerungen? Welche Fläche bedecken sie?
Zwischen 500’000 und 800’000 m3.
Welche Folgen hatte der Felssturz?
Der Trümmerstrom verschüttete das Dorf Zarera (oder Zarrera, Koschareida) mit etwa 300 Menschen und viel Vieh.
Was zeugt von diesem Ereignis?
In der swisstopo-Karte 1:25’000 erinnert die Lokalitäts-Bezeichnung Ruini da Zarera an das Dorf, das vom Felssturz zerstört wurde.
Quellen
Heim: Bergsturz und Menschenleben. Beiblatt zur Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. 1932 No. 20. Jahrg. 77.
Literatur
Godenzi, Aldo: La frana di Zarera. Quaderni grigionitaliani Jg. 57, 1988, Nr. 1., S. 78-82
Links
La leggenda di Zarera. RSI Radiotelevisione svizzera di lingua italiana Alberto Chollet è l’autore di questo servizio andato andò in onda il 13 giugno 1986 nel programma televisivo «Il quotidiano». Girato a Poschiavo, descrive il tacciato che, 500 anni prima, percorse la frana che avrebbe sepolto il paese di Zarera / Azareda, villaggi ci cui alcuni documenti testimoniano l’esistenza.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

