Bieler Tagblatt, Nummer 37, 14. Februar 1919
Dienstag mittags kurz vor 2 Uhr erfolgte am Wiggis oberhalb Näfels ein grosser Felssturz. Ob dem Wäldli löste sich eine mehrere tausend Kubikmeter umfassende Erd- und Felsmasse los und stürzte donnernd in die Tiefe. Einige in der Nähe liegende Güter wurden fast völlig von den Gesteinsmassen überdeckt und grosse Felsstücke wurden in weiter entfernte Liegenschaften geschleudert.
Der Schaden ist bedeutend. Auch ein Teil des an der Anbruchstelle stehenden Waldes wurde in die Tiefe gerissen, ebenso wurde der grösste Teil des weit unterhalb stehenden sogenannten Brandwäldchens weggemäht. Es wurden an die 50 Klafter Holz auf diese Weise umgetan. Eine 50 Zentimeter dicke Buche wurde wie ein Streichholz geknickt und über 200 Meter weit fortgeschleudert. Man befürchtet, dass noch weitere Rutschungen erfolgen könnten.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

