Neue Zürcher Nachrichten, Band 20, Nummer 302, 5. November 1924 Ausgabe 02
Felssturz am Schilt. Glarus, 3. Nov. Im Schiltgebiet brach eine Gesteinsmasse am Fuss des Hüttenkopfes los. Die lose Masse teilte sich sofort in drei grössere Blöcke und viel Geröll. Die Blöcke kamen in Schwung, sausten durch eine Waldlichtung hinunter und warfen sich weiter unten mit voller Wucht in den Wald hinein, zirka vier Klafter Tannen- und Buchenholz abschlagend, dass dann von den beiden Förstern schon am Sonntag bis auf die meterlangen Stümpfe angezeichnet wurde.
Der gelöste Stein stürzte bis auf eine Nähe von 100 Meter gegen die Ennetbergstrasse. Auch der Schlittweg wurde an einigen Stellen beschädigt. Er wird rasch wieder instand gestellt. Zugleich wird an diesem Weg der erste Kehr ob dem Helgenhüsli abgeändert, hat sich dort doch Mancher nicht hinunter gewagt, bevor er ein kräftiges Wort ausstossen hatte. Es liegt keine Gefahr eines weiteren Felsabbruches vor.

