Die Absturzmasse löste sich in 1100 m Höhe, durchbrach den Bergwald und richtete an einigen Bauerngütern Schaden an. Der Schweizerische Fonds erhob 1900 Franken an Schaden, der hauptsächlich Kulturen traf.
Quelle
Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherungen. I. Band. Bern, 1936.
Medienbericht zum Ereignis
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 275, 12. Februar 1930 Ausgabe 03
Bergsturz in Quinten. Quinten, 9.Febr. (Korr.) Freitagvormittag ging in Quinten zwischen den Höfen Au und Schilt ein gewaltiger Bergsturz nieder. Mit orkanartigem Getöse stürzten die Felsmassen aus einer Höhe von etwa 1100 m die Steilhalden hinunter seewärts zu Tale, drohend und verheerend.
Arge Verwüstungen, namentlich im Bergwald, der stellenweise auf eine Breite von hunderten von Metern buchstäblich wegrasiert worden ist, sind angerichtet. Die mit grossen Kosten in den letzten Jahren von der Gemeinde mühsam gemachten Aufforstungen in der Seegegend sind zum Teil vernichtet. Auch die Güter einiger Bauern sind schwer hergenommen worden.
Immerhin sind Menschen nicht zu Schaden gekommen. Innert zweier Jahre ist dies nun der dritte und mächtigste Felssturz in Quinten und dadurch drängt sich die Frage auf, ob angesichts solcher Ereignisse im Ernste noch weiterhin an das den genauen Kenner der Gegend fast widersinnig anmutende Projekt einer auf Seehöhe liegenden rechtsufrigen Walenseestrasse gedacht werden kann.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

