Der Spazzacaldeira ist ein Berg südöstlich von Vicosoprano. Er neigt schon seit langer Zeit zu Felsabbrüchen; dementsprechend markant ist die Schutthalde an seiner Nordwestflanke.
Im Juli 1990 ging von der Südwestflanke des Spazzacaldeira ein Felssturz zu Tal. Nach dem Felssturz wurden 1990 auf absturzgefährdeten Felspartien unterhalb des Spazzacaldeira Messpunkte angebracht. Diese wurden alle zwei Stunden von einem Theodoliten vermessen.
Stellte man aufgrund der Messungen verstärkte Felsbewegungen fest (Vorzeichen eines Felsabbruches), konnte man rechtzeitig Sicherheitsmassnahmen treffen (Strassensperrungen, Evakuationen, u.a.).
Am 13. Juli 2002 stürzten rund 50’000 m3 Fels zu Tal. Einzelne Blöcke waren bis zu 500 m3 gross. Auch wiederholte Felsstürze auf den grossen Schutthalden unter dem Felssturzgebiet halten die Vegetation nicht davon ab, sich immer wieder vom Tal aus die Schutthalde hinauf zu kämpfen – Pionierarten an vorderster Front. Die Sonnenplätze auf der Schutthalde scheinen die Mühe wert zu sein.
Quelle
Felsstürze am Spazzacaldeira. Ausstellung Pro Natura. download
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

