Der murgangartige Abfluss (450 000 m3 Geschiebe innert einer Stunde) des Durnagelbaches bei Linthal bewirkte einen Rückstau der Linth und anschliessend eine schwallartige Entleerung, mit Verheerungen der ufernahen Gebiete, bis zum Walensee hinunter. Die unmittelbaren Schäden beliefen sich auf rund 2 Millionen Franken, die bis 1981 aufgelaufenen Bachverbaukosten auf 17 Millionen Franken. Am 2. September, nur 9 Tage später, zerstörte ein weiteres Hochwasser des Durnagelbaches die bis anhin geleisteten lnstandstellungsarbeiten und den Eisenbahndamm.
Quelle
Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991.

Schwere Verwüstungen vor dem Dorf Linthal, verursacht durch die Durnagelkatastrophe vom 24./25. August 1944. Quelle: Ein Vierteljahrhundert Wildwasserverbauung: Exkursion des Linth-Limmatverbandes zum Durnagelbach.

Durch die Katastrophe wurde auch der Bahndamm vor Linthal schwer beschädigt, so dass der Bahnverkehr erst nach 54 Tagen Unterbruch wieder aufgenommen werden konnte. Quelle: Ein Vierteljahrhundert Wildwasserverbauung : Exkursion des Linth-Limmatverbandes zum Durnagelbach.

Unwetterschäden des Durnagelbaches vom 21.8.44 bei Linthal. Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv.

Überschwemmung Durnagelbach. Entstehungszeitraum: 04.09.1944. Copyright: Landesarchiv des Kantons Glarus. Referenznummer: FOT 10.3.3-Z31

Überschwemmung Durnagelbach. Entstehungszeitraum: 12.10.1944. Copyright: Landesarchiv des Kantons Glarus. Referenznummer: FOT 10.3.3-Z30

Überschwemmung Durnagelbach. Entstehungszeitraum: 12.10.1944. Copyright: Landesarchiv des Kantons Glarus. Referenznummer: FOT 10.3.3-Z16

Übertritt Furbach im Gebiet Riedwald (Linthal). Entstehungszeitraum: 25.08.1944. Copyright: Landesarchiv des Kantons Glarus. Referenznummer: FOT 10.3.9-2

Übertritt Furbach im Gebiet Riedwald (Linthal). Entstehungszeitraum: 25.08.1944. Copyright: Landesarchiv des Kantons Glarus. Referenznummer: FOT 10.3.9-1

Durnagel-Verbauung bei Linthal, 1958. Der obere Teil des Geschiebeablagerungsareals des Durnagel, der untere, nicht sichtbare Teil, ist nochmals halb so gross: total 500’000 m2. Auffällig die gezackten und von Bäumen eingefassten Seitendämme.
Der Durnagel (Wildbach des Durnachtals) spült nach Schlagwettern regelmässig grosse Mengen an Geschiebe ins Tal. Nach dem verheerenden Unwetter vom 24./ 25. August 1944 wurde dieser riesige Schuttsammler erstellt. Von 1947 bis 1972 wurden im Durnachtobel 60 Bachsperren gebaut; danach bis 1992 nochmals 21. Seither sind regelmässig Unterhalts- und Sanierungsarbeiten notwendig. Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Literatur
- Trümpy, F.: Die Katastrophe am Durnagelbach. Wasser- und Energiewirtschaft = Cours d’eau et énergie, Band: 37 (1945), Heft: 6. download
- Grünenfelder, Ernst: Die Verbauung des Durnagelbaches nach der Katastrophe vom 24./25. August 1944. Wasser- und Energiewirtschaft = Cours d’eau et énergie, Band: 74 (1982), Heft: 10. download
- Ein Vierteljahrhundert Wildwasserverbauung : Exkursion des Linth-Limmatverbandes zum Durnagelbach. Wasser- und Energiewirtschaft = Cours d’eau et énergie, Band: 64 (1972), Heft: 1-2. download
- 25 Jahre Durnagelkatastrophe. Separatdruck Spälti & Co., Glarus. aus den «Neujahrsboten für das Glarner Hinterland» der Jahre 1969 und 1970, 36 Druckseiten, reich illustriert mit mehrfarbiger Planbeilage.
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Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann

