Zürcher Oberländer, Nummer 45, 20. April 1896
In dem Tobel hinter Trübbach ging ein grosser Erdschlipf nieder, der bedeutenden Schaden anrichtete. Die Schollbach- und die Obertrübbachbrücke sind demoliert, die Wasserleitung zerstört und die neue Thalsperre zugedeckt. Die niedergegangene Schlamm- und Schuttmasse beträgt 100’000 bis 150’000 Kubikmeter; im ganzen aber sind etwa 300’000 Kubikmeter in Bewegung und droht bei weitern Niederschlägen grössere Gefahr.
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 106, 16. April 1896 Ausgabe 03
Trübbach, 16. April. Zu dem gemeldeten Erdschlipf in Trübbach-Tobel erhalten wir noch folgende Meldung: Die bisher niedergegangene Schlamm- und Schuttmasse beträgt 100’000 bis 150’000 Kubikmeter. Im ganzen befinden sich aber ungefähr 300’000 Kubikmeter in Bewegung und droht bei eintretendem Regenwetter weitere grosse Gefahr.
Die Gemeinde hat durch Zerstörung von Wasserleitungen und Brücken und den Niedergang eines Waldkomplexes Schaden erlitten; auch wird die Räumung des Trübbachbettes, welches das abgestürzte Material aufgenommen hat, mit Kosten verbunden sein. Dagegen sind Private bisher nicht geschädigt worden. Wiesland ist nicht verschüttet und auch keine Häuser müssen geräumt werden. Dieser Fall dürfte wohl eintreten, wenn der andere Teil der in Bewegung stehenden Masse nachrutschen würde. Ursache der Katastrophe ist Ansammlung von Wasser im Berginnern.
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann