Unwetter 1618 · In den Kantonen St. Gallen und Graubünden · GL/GR/SG

Unwetter in den Kantonen St. Gallen und Graubünden, 1618

Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 25. August 1618. Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. download Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz Gerhard Röthlisberger schreibt in se

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Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 25.
Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 25. August 1618. Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. download

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz

Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:

«Erschröckliche Wassersnoth» im Bündnerland, an den Südabhängen der rhätischen Alpen, in Uri und an «allen Orten» infolge langwierigem Regenwetter.

  • Man befürchtete einen Rheinausbruch bei Sargans Richtung Walen- und Zürichsee; « … das man mit Noth erwehret, dass der Rhein nicht durch das Sarganserland in den Wallenstättersee liefe … ».
  • Verwüstungen im Bergell. Plurs-Piuro, das damals zur Schweiz gehörte, wurde fast gänzlich vernichtet: « … 200 Häuser samt allen Palästen und 930 Personen sind untergegangen … ».
  • Im Urnerland brach der Schächen aus.

Quelle

Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download

Das Unwetter von 1618 im Kanton Graubünden

C.G. Brügger präsentiert in seiner Naturchronik der Schweiz folgende Informationen zum Hochwasser:

1618 Im September sind, wie viele schweizerische und bündnerische Chroniken übereinstimmend melden* durch langwierige Regen die Wasser aller Orten über die massen aufgelaufen, “auch in Pünten was ein erschröckenlich Wassersnoth also dass man mit Noth erwehren möchte, dass der Rhein nicht durch das Sarganserland in den Wallensee liefe – wie dann auch diese Sach’ auf die angesetzte Tagleistung von Baden gebracht ward” (Guggenb.).“

Anmerkung Brügger zu *: Tschudi, Chron. Glar. p. 543; J.H. Rahn, Eidg. Gesch. S. 911; Scheuchzer, Cataclysmogr. p. 23; Pet. Kaiser, Gesch. Liechtenst. S. 432; Guggenbühl’s “Wynrechnung” von R. Wolf in Zürich. “Vierteljahresschr.” II, 208. Gugelberg Msc.; Brügger “N.Z.Z.” 1863 I.c. Tschudi schreibt: “A 1618 Septembri mense continua pluvia ita intumere Flumina, ut summa cura prohiberi debuerit Rheni ad Sarunetes effluxus.

Quelle

Brügger, C.G.: Beiträge zur Naturchronik der Schweiz, insbesondere der Rhätischen Alpen. Teil III. Naturchronik des siebzehnten Jahrhunderts, erste Hälfte. Beilage zum Programm der Bündnerschen Kantonsschule. Buchdruckerei Casanova, Chur, 1879.

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

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