

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz
Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:
1629, Mai bis Juli. Heftige Gewitter und Schneeschmelze führten zu katastrophalen Überschwemmungen in der lnnerschweiz, im Glarnerland und im Baselbiet.
- Im Mai wütete ein Wolkenbruch über dem Waldenburgertal. Fazit: 9 Tote in Hölstein und «einige» in Bennwil.
- Im Juni gab es «ungemein grosse Wasser». Im Glarnerland wurde Näfels unter Wasser gesetzt, der Löntsch verwüstete Netstal.
- In der lnnerschweiz richtete ein „Hochgewitter“ im Muotatal, in Riemenstalden und in Sisikon sowie an weiteren Orten ungeheuren Schaden an.
- Mitte Juli überschwemmte die Reuss Luzern.
- Die Giswiler Laui wurde durch Hangrutschungen aufgestaut. Am 13. Juli brach sie aus und überdeckte das Dorf Alt-Giswil (OW) mit 40 Meter hohem Schutt. Das Dorf wurde zum Massengrab.
Quelle
Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

