„Das Jahr 1730 war für die Gemeinden Niederurnen und Bilten ein gefahrvolles. Sonntags, 26. Juli verursachte in Niederurnen der Wildbach einen Schaden von etlichen Tausend Gulden.Gleichen Tags schwoll auch der Bach in Bilten entsetzlich an und brach fürchterlich mit Felsen und Fluthen daher. Ein Haus wurde mit den Hausgenossen weggespült. Der Mann konnte sich auf einen Baum retten, die Frau verlor das Leben.
Der Schaden ging ebenfalls in die Tausende und wieder musste die öffentliche Liebesthätigkeit in hohem Masse in Anspruch genommen werden. Die Steuer im Lande betrug fl. 1000 und ebensoviel durch Beihülfe der Tagwen an Arbeit. Bern gab 450, Zürich 200 fl. und vieles an Naturalien.“
Quelle
Legler, D.: Die Wasserverheerungen des 18. Jahrhunderts im Kanton Glarus und die in derselben untergegangene evangel. Kirche. Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus, Band 16 (1879). download
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

