Gefahrenart

Steinschlag in der Vergangenheit

Steinschlag in den Welterbe-Kantonen Glarus, St. Gallen und Graubünden: Hintergründe, Karte und alle dokumentierten Ereignisse.

Diese Karte zeigt in einer Übersicht die Steinschlag-Ereignisse, welche in SardoNat präsentiert werden. Du kannst diese über einen Klick auf das Symbol in der Karte – oder über die Navigation – auswählen.

Wann und wo kam es in der Schweiz in der Vergangenheit zu Steinschlagschäden?

In der Unwetterschaden-Datenbank der WSL werden unter anderem Sturz-Ereignisse erfasst (Bergsturz, Felssturz, Steinschlag). 2019 wurden 413 Ereignisse zwischen 2002 und 2016 ausgewertet. Bilanz der Auswertung: Im Zeitraum zwischen 2002 und 2016 ereigneten sich 271 Steinschläge, die zu Schäden führten. Diese haben ein Gesamtvolumen von rund 3370 m3.

Standort und Ausmass der Steinschlagschäden (2002–2016) mit und ohne Personenunfälle.
Standort und Ausmass der Steinschlagschäden (2002–2016) mit und ohne Personenunfälle. Quelle: Werner Gerber: Naturgefahr Steinschlag – Erfahrungen und Erkenntnisse. WSL Berichte Heft 74, 2019. download

Quellen / Literatur

  • Albert Heim: Bergsturz und Menschenleben. Beiblatt zur Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. Jahrg. 77, No. 20, 1932. download
  • Bundesamt für Strassen: „Steinschlag“: Naturgefahr für die Nationalstrassen. Schlussbericht der ASTRA – Expertengruppe. 2003 download
  • Dem Steinschlag auf der Spur. Magazin „naturgefahren“. download
  • SLF: Faktenblatt „Achtung Steinschlag“. download
  • Werner Gerber: Bergstürze, Steinschläge und andere Sturzereignisse in der Schweiz in den Jahren 2002 bis 2016. Schweiz Z Forstwes 168 (2017) 6: 329–332. download

Auf dieser Seite

Steinschlag in der Vergangenheit des Kantons Glarus

Albert Heim erwähnt 1932 in seinem Buch „Bergsturz und Menschenleben“, dass die Rotrisi östlich von Ennenda ein aktives Steinschlaggebiet sei („Risi” ist allgemeiner Name für Schutthalden und Schuttkegel, abgeleitet vom Herunterrieseln des Schuttes).

Er schreibt: „Rote Sernifitkonglomerate lösen sich aus einem steilen felsigen Gehänge ungefähr 500 bis 550 m über dem Talboden ab. Etwa 330 m über demselben setzt ein grosser Schuttkegel aus dem gleichen Gestein an. Die meisten Steinschläge von oben bleiben auf dem Schuttkegel liegen, nur hausgrosse Blöcke nicht. Solche rollen über den horizontalen Talboden noch bis 200m weit gegen die Linth hinaus. Einige, die da liegen, haben Namen erhalten. Der Gässlistein ist auf der 1 : 50000 Karte verzeichnet. In den letzten Jahren war die Rotrisi ruhig.“

Steinschlag, der sich in der Vergangenheit des Kantons Glarus ereignete, wird in der StoreMe-Datenbank des Bundesamtes für Umwelt BAFU erfasst. Diese Datenbank ist nicht öffentlich zugänglich.

Quellen

Heim: Bergsturz und Menschenleben. Beiblatt zur Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. 1932 No. 20. Jahrg. 77 download

Literatur

Naturgefahren im Kanton Glarus – Faktenblatt Auflage 2 – Februar 2022 download

Kontakt

Fachstelle Naturgefahren des Kantons Glarus

Steinschlag in der Vergangenheit des Kantons St. Gallen

Steinschlag-Ereignisse, die in der Vergangenheit des Kantons St. Gallen auftraten, werden in der StoreMe-Datenbank des Bundesamtes für Umwelt BAFU erfasst. Diese Datenbank ist nicht öffentlich zugänglich.

Die Karte „Kantonaler Ereigniskataster“ präsentiert einen Auszug der in der StorMe-Datenbank enthaltenen Ereignisse. Sie zeigt, wo es in der Vergangenheit des Kantons St. Gallen zu Naturereignissen kam (Lawinen, Rutschungen, Sturz (Felssturz, Steinschlag), Wasser (Murgänge, Hochwasser). Detaillierte Infos zu einem Sturz-Ereignis (Felssturz oder Steinschlag) erhält man, indem man in der Karte auf einen roten Punkt oder eine rote Fläche klickt.

Abbildung zu «Steinschlag in der Vergangenheit»
Abbildung zu «Steinschlag in der Vergangenheit»
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Literatur

  • Naturgefahrenkommission des Kantons St.Gallen: Gravitative Naturgefahren im Kanton St. Gallen. Leitfaden für Vorsorge und Schutz, 2019. download
  • Geoportal Uebersicht Naturgefahrenkarte. download

Links

Naturgefahren im Kanton St. Gallen

Erläuterung zu den Naturgefahrenkarten

Kontakt

Abteilung Naturgefahren des Kantons St. Gallen

Steinschlag in der Vergangenheit des Kantons Graubünden

Steinschlag, der sich in der Vergangenheit des Kantons Graubünden ereignete, wird in der StoreMe-Datenbank des Bundesamtes für Umwelt BAFU erfasst. Diese Datenbank ist nicht öffentlich zugänglich.

Die Ereigniskarte Sturz präsentiert einen Auszug der in der StorMe-Datenbank enthaltenen Ereignisse. Sie zeigt, wo es in der Vergangenheit des Kantons Graubünden zu Sturzereignissen kam. Als Sturzereignisse bezeichnet man Steinschlag / Blockschlag und Felsstürze. Detaillierte Infos zu einem Ereignis erhält man, indem man auf die rote Fläche (Prozessraum Sturz) klickt.

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Die WebSite Graubünden und Naturgefahren (GraNat) vermittelt ein breitgefächertes Wissen zum Thema „Steinschlag in Graubünden“.

Links

Graubünden und Naturgefahren GraNat

Kontakt

Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann