

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz
Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:
1831, 9.und 28.-29. August. Fürchterliche Überschwemmungen in der lnnerschweiz, im Berner Oberland und anderen Gebieten infolge mehrtägiger Regengüsse.
> St. Gallen/Appenzell: Überschwemmung der Rheinebene infolge Jll-Hochwasser. Enorme Schäden, zumeist auf österreichischem Gebiet.
> Hochwasser des Gstaldenbaches (Heiden, Thal), 3 Personen kamen ums Leben.
> Uri: Ausbrüche von Reuss, Schächen und vielen Nebenbächen mit unermesslichen Schäden im Reusstal (Wassen bis Flüelen}, im Maderaner- und Schächental, im lsental und Sisikon, « … ein Viertel der Bevölkerung verlor Hab und Gut…».
> Schwyz: Schäden durch die Muota nach 12stündigen Regengüssen. Genaue Schadenorte unbekannt.
> Nidwalden: Ausbrüche der Engelberger Aa und aller Nebenbäche mit Verheerungen von Wolfenschiessen bis Stansstad, ferner in Buochs, Beckenried und Emmetten.
> Bern: Im Lauterbrunnen-, Lütschen- und Saxettal, « … hat der Saxetbach den Damm durchbrochen, über alles Feld herabgekommen und die Einwohner von Matten [bei Wilderswil] zum Auswandern gebracht…». Überschwemmungen auch im Seeland/Grosses Moos (genaue Jahreszeit dort unsicher).
Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

