

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz
Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:
Verheerende Hochwasser im Reuss-, Aare- und Rhonetal sowie im St. Galler Rheintal und «anderwärts». Ursachen waren anhaltend schwere Regenfälle und eine durch den Föhn ausgelöste Schneeschmelze im Gebirge.
- St. Gallen: «Rheinnot» von Ragaz bis Sennwald.
- Graubünden: Wasser- und Rüfeschäden im Prättigau, Bergell und im San Bernardinogebiet (genaue Jahreszeit unsicher).
- Uri: Überschwemmungen im Urseren-, Schächen- und Urner Reusstal. In diesem Jahr wurde Uri dreimal von schweren Hochwassern heimgesucht, nämlich am 17. August, 1. bis 2. September und erneut am 26. September.
- Bern: Zerstörungen im Oberhaslital und im Oberlauf der Gürbe; Rutschungen im Sehwandenbach ob Brienz.
- Wallis und Waadt: Verheerungen durch Rhone, Vispa und Fiescherbach sowie in den Regionen Aigle und Yvorne. In diesem Jahr wurden im Wallis vier schwere Überschwemmungen notiert: am 28. bis 29. Juni (Turtmanntal, Dammbruch der Rhone bei Vouvry), am 1. bis 2. September, am 8. September (Dammbruch der Lonza bei Gampel-Steg) und im Oktober (Überflutungen in Brig durch die Saltina).
Quelle
Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

