Rund 7% der Gesamtfläche der Schweiz weisen instabile Hänge auf.
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- Zukünftige Rutschungen und Klimawandel
- Zukünftige Rutschungen im Kanton Glarus
- Zukünftige Rutschungen im Kanton St. Gallen
- Zukünftige Rutschungen im Kanton Graubünden
Zukünftige Rutschungen und Klimawandel
Bei Hanginstabilitäten ist Wasser ein entscheidender Faktor. Ein grosses Wasserangebot über längere Zeit kann entsprechend viele Massenbewegungen auslösen. Deshalb werden sich zukünftig vor allem die aufgrund der Klimaänderung zu erwartenden wärmeren und niederschlagsreicheren Winter destabilisierend auswirken.
Unterhalb von 1000 m ü. M. werden die Böden während der verdunstungsarmen Jahreszeit viel Wasser aufnehmen. Dadurch sättigt sich der Untergrund bereits vor der Schneeschmelze mit Wasser und wird vielerorts instabiler.
Hanginstabilitäten, die bereits seit langer Zeit bestehen, können durch erhöhten Wasserdruck reaktiviert werden.
Grundsätzlich gilt: Ein Zusammenhang zwischen Hanginstabilitäten und Klima lässt sich nur mit grossen Unsicherheiten herstellen.
Quellen
OcCC: Extremereignisse und Klimaänderung. Bern, September 2003 download
Christoph Marty: Klimaänderung und Naturgefahren in Graubünden. Schweiz Z Forstwes 160 (2009) download
Zukünftige Rutschungen im Kanton Glarus
Die Karte Naturgefahren Prozessquelle HPA Rutschung zeigt, wo sich im Kanton Glarus Spontanrutschungen oder Hangmuren lösen können, die für Siedlungen oder Verkehrswege eine Gefahr darstellen.
Sie zeigt auch, wo es im Kanton Glarus permanente Rutschungen gibt, von denen Siedlungen oder Verkehrswege betroffen sind (Beispielsweise das Rutschgebiet Braunwald).

Zu dieser Hauptprozessart gehören die drei Prozesse > Spontanrutschung
> permanente Rutschung
> Hangmure.
Prozessquelle (PQ)
> An diesem Ort / in diesem Gebiet können eine Spontanrutschung oder eine Hangmure entstehen.
> An diesem Ort / in diesem Gebiet gibt es eine permanente Rutschung.
Die Karte Naturgefahren Gefahrenstufen HPA Rutschung zeigt, wo Siedlungen oder Verkehrswege von Spontanrutschung, permanenter Rutschung und / oder Hangmure bedroht sind – und in welchem Ausmass (Gefahrenstufen).

Zu dieser Hauptprozessart gehören die drei Prozesse > Spontanrutschung
> permanente Rutschung
> Hangmure
Literatur
- Naturgefahren im Kanton Glarus – Faktenblatt Auflage 2 – Februar 2022 download
- Wegleitung zur Berücksichtigung von Naturgefahren in der Nutzungsplanung und im Baubewilligungsverfahren: Wegleitung für Planer und Behörden. 2023 download
Links
Weitere Naturgefahrenkarten des Kantons Glarus
Schutz vor Naturgefahren im Kanton Glarus
Kontakt
Fachstelle Naturgefahren des Kantons Glarus
Zukünftige Rutschungen im Kanton St. Gallen
Gefahren sind dort zu beurteilen, wo Personen und erhebliche Sachwerte gefährdet sind, d.h. wo Schadenpotential besteht. Deshalb werden im Kanton St. Gallen Gebiete mit ‚permanenter‘ Nutzung nach einheitlichen Kriterien als Erfassungsbereiche bezeichnet. Innerhalb dieser Erfassungsbereiche werden Naturgefahren rückblickend und vorausschauend beurteilt.
Die Karte Gefahrenquellen Rutschung Kanton St. Gallen zeigt, wo sich im Kanton St. Gallen Rutschungen und Hangmuren lösen könnten, der für Siedlungen oder Verkehrswege eine Gefahr darstellen.
Sie zeigt auch, wo es permanente Rutschungen gibt, die Siedlungen oder Infrastruktur Schäden zufügen könnten.

Die Gefahrenkarte Rutschung zeigt, wo im Kanton St. Gallen Siedlungen oder Verkehrswege von Rutschungen oder Hangmuren bedroht sind – und in welchem Ausmass (Gefahrenstufen)..

Die Karte Szenarien Rutschung zeigt, wo es in der Umgebung von besiedeltem Gebiet oder im Bereich von Verkehrswegen zu Rutschungen oder Hangmuren kommen kann.

Gebäudeschutzziel bezüglich Rutschungen im Kanton St. Gallen
Schutzziel Rutschung: Das Gebäude bleibt bis zum 300-jährlichen Ereignis intakt und schützt die sich darin befindenden Personen.
Zur Karte Rutschung sehr seltene Ereignisse (300-j.)
Literatur
Naturgefahrenkommission des Kantons St.Gallen: Bauen in Gebieten mit gravitativen Naturgefahren.
Juli 2019 download
Links
Gebäudeversicherung St. Gallen: Gebäudeschutzziele im Kanton St. Gallen
Kontakt
Abteilung Naturgefahren des Kantons St. Gallen
Zukünftige Rutschungen im Kanton Graubünden
Die Gefahrenkarte Rutschungen zeigt, wo Siedlungen oder Verkehrswege von Rutschungen bedroht sind – und in welchem Ausmass (Gefahrenstufen).

Szenario „Grosse Rutschung“
In Graubünden ereignet sich durchschnittlich ein Mal alle 300 bis 1000 Jahre eine Rutschung, bei der das Ausmass der Auswirkungen mit folgendem Szenario vergleichbar ist..
Ausgangslage
An einer Bergflanke oberhalb eines Dorfes ist seit Jahrzehnten eine grossräumige und tiefgründige Kriechbewegung einer Felsmasse von insgesamt ca. 20 Mio. m3 im Gange. Nach einem äusserst schneereichen Winter und einem Frühling mit sehr viel Niederschlag erfährt die Rutschmasse unerwartet eine grosse Beschleunigung.
Auswirkungen
Die permanente Überwachungsanlage warnt die Bevölkerung vor der gefährlichen Situation; die Zeit für die Evakuation der Gemeinde ist jedoch knapp. Rund eine Million m3 rutschende Felsmasse erfasst das Dorf. Zahlreiche Personen werden unter den Schuttmassen begraben. Der betroffene Dorfteil ist für längere Zeit nicht mehr bewohnbar.
Personenschaden
20 Personen kommen ums Leben, mehrere Personen werden verletzt, einige wenige schwer.
Schäden
Die Sachschäden belaufen sich (inklusive Kosten für die Ereignisbewältigung und Instandstellung) auf rund 120 Mio. Franken
Quelle
- Amt für Militär und Zivilschutz Graubünden: Gefährdungsanalyse Kanton Graubünden. 2014. Referenzszenario Rutschung N03. download
Literatur
- Amt für Militär und Zivilschutz Graubünden: Gefährdungsanalyse Kanton Graubünden. 2014. Referenzszenario Rutschung N03. download
- Christoph Marty: Klimaänderung und Naturgefahren in Graubünden. Schweiz Z Forstwes 160 (2009) download
Kontakt
Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann