Unwetter 1885 · Durnagelbach zwischen Linthal und Rüti · GL/GR/SG

Unwetter im Kanton Glarus, 1885

Medienbericht zum Ereignis

Die Ostschweiz, 8. August 1885

Glarus. Montag Abends um 3-5 Uhr ergoss sich über den Kanton, und zwar speziell über die Gemeinden des Hinterlandes, ein beinahe wolkenbruchartiges Gewitter, das Bäche und Flüsse zu reissenden Waldströmen anschwellte. Die Brücke über den sogen. Fuhrbach in der Nähe des Thierfehdes in Linthal verschwand spurlos.

Im Etablissement der HH . Gebr. Becker wurde der Betrieb eingestellt. Auch der Durnagelbach ergoss sich in tobenden Fluthen daher und verursachte in einigen Liegenschaften beträchtlichen Schaden.

Aus dem Kleinthal berichtet man den „ Glarner Nachr”. , dass über den Hausstock ein mächtiges Hagelwetter daherzog. Glücklicherweise wurde das Thal davon verschont. Wäre aber der Sernft nicht in gute Wuhrungen eingezwängt so hätte unabsehbarer Schaden entstehen können. In seinem Bette führte er mächtige Felsblöcke, Holz, sogar ganze, entwurzelte Bäume mit sich. Die Alpliruns in Elm nahm einen gefährlichen Charakter an, trat aber nicht aus.

der Bericht in e-newspaperarchives

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

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