Unwetter 1890 · In den Kantonen St. Gallen und Graubünden · GL/GR/SG

Unwetter in den Kantonen Graubünden und St. Gallen, 1890

In Reichenau wurden 555 l/m², in Engelberg und auf dem San Bernardino 505 l/m² und in Altstätten SG 411 l/m² Niederschlag gemessen. Das sind Werte, die seither nie mehr registriert worden sind. Diese Niederschläge sind in Bezug auf die …

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Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 27.
Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 27. August bis zum 1. September 1890. Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. download

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Das Unwetter in der Schweiz

  • Überschwemmungen und Rutschungen beidseits der Alpen infolge starker Niederschläge.
  • Im bündnerischen Rheingebiet erlitten 134 Gemeinden Schäden, vor allem im Oberland, im Domleschg, Prättigau und in der Region Chur.
  • Im Kanton St. Gallen zählte man 1’858 geschädigte Personen, hauptsächlich in den Rheintal- und Bodenseeregionen.
  • Wasserschäden notierten auch die Kantone Thurgau, Zürich, Schaffhausen und Tessin (Leventina, Blenio- und Maggiatal, Sottoceneri).

In Reichenau wurden 555 l/m2, in Engelberg und auf dem San Bernardino 505 l/m2 und in Altstätten SG 411 l/m2 Niederschlag gemessen. Das sind Werte, die seither nie mehr registriert worden sind. Diese Niederschläge sind in Bezug auf die Menge derart selten, dass die dadurch entstandenen Hochwasserabflüsse und Erdschlipfe als natürliche Folge zu betrachten sind. Neben dem bündnerischen Rheingebiet war das Gebiet um Chur und das St. Galler Rheintal schwer betroffen.

Quellen

  • Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
  • Christian Pfister: Überschwemmungen und Niedrigwasser im Einzugsgebiet des Rheins 1500–2000. In: Frank Klötzli et al.: Der Rhein – Lebensader einer Region. Neujahrsblatt, herausgegeben von der

Naturforschenden Gesellschaft in Zürich, 2006. download

Die Ueberschwemmungen und Verheerungen des Hochwassers in den Kantonen St. Gallen und Graubünden im Hochsommer 1890

(…) Das schöne Wetter des 27. August mit golden strahlendem Sonnenschein liess nicht das grosse Unglück ahnen, welches leider zu schnell hereinbrechen sollte. Schon am Abend des gleichen Tages ergoss sich ein starker Regen und mit demselben schlug das Wetter völlig um.

Freitag, Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag strömender Regen ohne Unterbruch, ohne auch nur die geringste Aussicht aus Besserung, dies musste Jedem bange Sorge für die Bewohner der nur zu oft vom Hochwasser heimgesuchten Gegenden geben.

Die Schreckenskunden blieben denn auch nicht aus und vermehrten sich in beängstigenster Weise, immer neue und schrecklichere Nachrichten kamen, Ereignisse die wohl kaum Jemand geahnt hatte, hier war das Wasser ausgetreten, dort hatte es Dämme durchbrochen und bildete überall grosse weite Seeflächen.

An andern Orten hatte es Brücken fortgerissen, Strassen zerstört und überschwemmt, wodurch Post – und Bahnverkehr unterbrochen wurden, ganze Ortschaften waren auf Tage gänzlich vom Verkehr mit der Aussenwelt abgeschlossen, sich selbst und ihrem Schicksal überlassen, in den Orten selbst konnte man nur mit Schiffen den Verkehr unterhalten.Nicht allein richtete das Wasser unermesslichen Schaden an Boden und Kulturen an, sondern selbst Menschenleben mussten dem verheerenden Elemente zum Opfer fallen.

Wir wollen nun die traurigen Vorgänge an Hand von Berichten schildern und zuerst das Rheinthal erwähnen.

Am Freitag den 29. August Abends verschaffte sich der Schleifbach bei Rheineck nach der Langwies mehrere Auswege und auch der Littenbach ergoss sich rückwärts über dieselbe. Der Rhein hatte eine bedenkliche Höhe erreicht und so mussten die Sturmglocken in Au, Lustenau und Widnau die Mannschaft aufbieten. Sandsäcke, Mauersteine, Pflastersteine, Sand und übriges Material, ja selbst die Leute mit eigenem Leibe mussten dazu dienen, den Durchbruch des Wassers zu verhindern.

Gegen 4 Uhr Morgens des 30. August brach der Rhein bei Bauren (Hohenems) ein, den Damm in der Seelache durchbrechend, vernichtete er alles, was an Kartoffeln, Mais ec. auf dem Felde war und verheerte so das riesige Revier des Schmitter-, Widnauer -, Lustenauer – und Auer – Riedtes. Der Rhein hat hier eine Strecke von ca. 150 Meter des Dammes an der Hohenemser Biegung durchbrochen.

So folgten Durchbrüche an den verschiedensten Orten in rascher Reihenfolge. Bei Höchst, einige hundert Schritte unterhalb der Rheinbrücke hat ein Dammbruch von 70 bis 80 Meter stattgefunden. Bei der Einbruchstelle sind die Ränder wie mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Das Unterdorf und Sarddorf waren total mit Wasser und grauem Schlamm bedeckt. Bei der Ziegelei und der Gysi‘ schen Fabrik, zwischen Höchst und Fussach, ergoss sich ein weiter reissender Strom, der jede Kommunikation verhinderte. Die Vorarlbergerbahn hatte theilweise ihre Fahrten eingestellt. Dampfschiffe von Lindau und Bregenz, Kähne aus nahen Ortschaften holten theilweise die in Fussach in ihren Wohnungen gänzlich eingesperrten Bewohner und brachten den anderen Lebensmittel.

Im Vorarlgebirge sind zirka 900 Stickmaschinen ausser Betrieb gesetzt; welch‘ grosser täglich ausfallender Verdienst für eine lediglich aus Arbeitern dieser Industrie bestehenden Bevölkerung, welch‘ grosse Noth muss dort eintreten, selbst wenn das Hochwasser wieder vorüber ist, denn die Maschinen sind theilweise gänzlich unbrauchbar gemacht worden. Bei Fussach, Lautrach, Hard und thalaufwärts, soweit man sah, war nur ein See so breit wie der Bodensee, einzelne Baumkronen, die Hüttchen und Telegraphenstangen des Bahndammes ragten daraus hervor, sonst war Alles unter Wasser.

Auch Rorschach war theilweise unter Wasser. Die Strassen und Parterreräumlichkeiten am See lagen unter Wasser, die Hauptstrasse war mit Schiffen befahrbar. Die Eisenbahnzüge fuhren ca. 50 Ctm. im Wasser. Die Dampfboote auf dem Bodensee hatten für Tage ihre Nachtkurse eingestellt. Der Seewasserstand hatte am 3. September seinen Höhepunkt mit 5 Meter, 81 Cm., genau die Höhe vom Hochwasser des Jahres 1566, erreicht, er überstieg die höchsten Wasserstände vom Jahre 1866 um 15 Cm. und denjenigen von 1888 um 59 Cm. Bis zum höchsten Stande dieses Jahrhunderts ( 1817) fehlten nur noch 22 Cm.

Zum zweiten Male innert 3 Jahren hat die Bevölkerung des Rheinthals ihre ganze Ernte verloren, Häuser und Ställe standen im Wasser, wurden theils weggerissen und demolirt, ganze Gemeinden im Vorarlgebirge wie im St. Gallischen wurden völlig ruinirt. Widnau, Schmitter, Diepoldsau, Montlingen, Rüthi, alle haben unsäglich unter dem Hochwasser gelitten und so ist es wohl berechtigt, wenn durch die verschiedensten Mittel den nothleidenden Mitmenschen Hülfe zu bringen gesucht wird.

Auch die Regierung von St. Gallen erlässt einen Hülferuf aus dem wir folgende Stelle aufführen:

„Am 30. August ist der Rheinstrom bei Bauren mit verheerender Macht auf das österreichische Ufer eingebrochen. Unaufhaltsam und unwiderstehlich wälzen sich die schmutzigen Wogen dem Bodensee zu, auf ihrem Wege die Arbeit der Menschenhand zerstörend. Au, Widnau und Schmitter haben ihr Gemeindegut grösstentheils jenseits des Rheins. Diese Felder und Aecker traf der Anprall des entfesselten Stromes zuerst. Die Ernte an Mais, Kartoffeln u. s. w. ist vollständig vernichtet worden. Wochen werden vergehen bis die Rheineinbrüche verstopft sind und der Ueberschwemmung Einhalt gethan werden kann.

Auch auf schweizerischem Gebiet haben die Wasser des Rheinthals übel gehaust, die Früchte des Feldes vernichtet und das Brennmaterial (Turben) fortgerissen. Viele hundert fleissige Familien sind in Folge der Ueberschwemmung in die bitterste Nothlage versetzt worden. Das Unglück trifft eine Bevölkerung, die sonst schon arm und geschlagen ist. Sie kann es nur tragen, wenn die helfende Hand der Mitbürger sich öffnet. Die schuldlosen Bewohner am Rheine bitten um Mitleid und Hülfe für Frauen und Kinder; sie sind überaus schlimm daran und bald naht der Winter. „

Indem wir die Beherzigung dieses Aufrufes empfehlen, gehen wir zur Beschreibung des Unglückes im Kanton Graubünden über und führen an Hand von Berichten die Vorkommnisse auf:

Das erste grosse Unglück war der Einsturz der Tardisbrücke über den Rhein bei Mastrils, erst letztes Frühjahr wurde dieselbe fertig gestellt und ist nun der neue Oberbau total zerstört, während die Pfeiler, welche von der alten Brücke herstammen noch stehen. — Leider forderte dieser erste Unglücksfall auch schon ein Menschenleben. Jakob Danuser von Mastrils, 18 Jahre alt, die Stütze seiner Mutter und Geschwister, passirte gerade in dem Momente des Einsturzes die Brücke und stürzte daher in die tosenden Wogen. An einem grösseren weggerissenen Theile der Brücke hangend, konnte er sich noch über Wasser erhalten und gelangte so bis zur Mayenfelder Brücke, woselbst aber das Holzwerk zerschellt wurde und hier musste der Grossvater des Danuser, Landjäger-Wachtmeister Hartmann, zusehen, wie sein Enkel von den Wellen erfasst und seinem Tode entgegen getragen wurde.

Araschgen bei Chur hat bedeutenden Schaden erlitten, es wurde daselbst die Brücke weggerissen, ein Stall stürzte ein und begrub leider eine Anzahl Thiere unter sich, ebenso wurden Gärten und Baumgärten weggerissen. Das Bad Sassal bei Chur bot seinen dort weilenden Churgästen auch eine unangenehme Ueberraschung, indem dieselben mitten in der Nacht sich durch eine Dachlucke gegen die Berghalde flüchten mussten. Die Strasse ist bis an‘ s Kurhaus durch Erdrutsche verschüttet.

Die hochgehende Plessur trieb ihre Fluthen an die Grundfelsen des Kurhauses, so dass diesem lange grosse Gefahr drohte. Die Holzbrücke bei Sassal konnte nur dadurch gerettet werden, dass man dieselbe mit gespannten Drathseilen festband. Die ganze Strasse von Meyersboden bis zu dieser Brücke ist total zerstört. Die Wasserleitung, welche den Eisensäuerling aus der Schlucht in das Hotel und Kurhaus Passugg führt, ist zerstört und in der Schlucht selbst sind alle Brücken zerstört, ebenso die obere Strasse nach dem Kurhause, so dass auch dieser sonst so schöne Platz ein grausiges Bild der Verwüstung bietet.

Der Verkehr mit Langwies und Arosa ist in Folge Zerstörung der Strasse in‘ s Schanfigg ebenfalls unterbrochen. Post – und Eisenbahnverkehr war überall unterbrochen. In Chur blieben Züge und Posten aus, andere konnten nicht abgelassen werden. Posten kamen wieder retour u. s. w. In Küblis war die Eisenbahnlinie in Folge entstandener 4 Rüfen auf einige Zeit unterbrochen. In Sargans war der Bahnkörper ca. ½ Fuss unter Wasser.

In der Plessurschlucht bei Chur hat auch noch ein grosser Erdrutsch stattgefunden, das Wasser hatte die Strasse auf weiten Strecken zerstört, mit Steinen überschüttet und theilweise sogar unterhölt, so dass es grosse Arbeit und Opfer kosten wird, dieselbe wieder herzustellen, grausig ist der Anblick dieser Verwüstungen. Der Erdrutsch hat die Familie des Stickers Frehner auf dem „ Sand “ in grosses Elend gebracht, der Stall wurde ihnen weggerissen, resp. zertrümmert, 2 Kühe getödtet, viel Heu und ein grosses Stück Wiesland ging dabei zu Grunde, den durchaus arbeitsamen Leuten ist dadurch fast ihr ganzes Hab und Gut vernichtet worden. Unterhalb Malix ist die Trutztobelbrücke, in Haldenstein ein Stall und viel Land weggerissen worden. Auch aus Jlanz wurden Erdrutschungen vermeldet.

Kästris hat furchtbare Verwüstungen durch drei grosse Rufen erlitten und befindet sich in trostloser Lage.

Bei der Trimmiserrüfe sind Felder und Wiesen total vernichtet, das Bild spottet aller Beschreibung. Die höchsten Bäume standen hier total im Wasser und nur die Kronen sahen daraus hervor, haushoch hat sich der Schutt auf die prächtigsten Maisfelder und Baumgärten gelagert und so alles vernichtet, gross ist der hier angerichtete Schaden.

Ein bedeutender Erdrutsch fand auch bei Thusis statt und verwüstete viele Aecker, vieler Hände Arbeit zu Schanden machend. Bei Kazis wurde das Gut „Californien “ durch einen Dammbruch des Baches überschwemmt und in Rothenbrunnen musste in Folge Überschwemmung das Telegraphenbureau verlassen werden. In Schaniela ist ein grosser Theil der erst kürzlich wieder hergestellten Strasse neuerdings weggerissen.

Ruis ist ebenfalls arg mitgenommen und ist es dem Vieh, welches von der Alp kam, schlecht ergangen, ein Erdrutsch verschüttete 7 Stück, welche theils gleich todt waren, anderntheils sofort abgethan werden mussten.

Das Prättigau ist ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen worden. In Folge des anhaltenden starken Regens wurden auch hier die Bergbäche zu Strömen wie sie noch nie hier gesehen worden sind. Eine Rüfe verwüstete einen Theil des Dörfchens Putz, das Geschiebe liegt stellenweise in Haushöhe und hat ganze Häuser verbarrikadirt, viele Güter sind mit Steinen bedeckt und die Bewohner waren schon zur Flucht bereit, doch wendete sich die ernste Gefahr noch ab.

Zwischen Truns und Tamina musste die Post umgeladen werden, weil die Strasse an drei Stellen in Folge grossartiger Erdrutsche verschüttet war. Die Strasse über Versam und Vallendas sieht traurig aus und spottet jeher Beschreibung. Aus Scheia in Flims, wo der Wirbelwind in der Nacht vom 23. auf 24. Januar den Wald vernichtete, haben starke Einsenkungen stattgefunden, das Wasser quillt überall zum Boden heraus.

Truns selbst ist überall in erschrecklicher Weise mitgenommen worden, überall Rüfen und Erdschlipfe, die schönsten Güter sind total verschüttet, die noch stehenden Kulturen vernichtet, das gleiche wurde berichtet aus Campline, wo ebenfalls grosse Strecken der Landstrasse mit den schönsten Gütern verschüttet wurden, an andern Orten wiederholten sich sogar die Katastrophen mehrmals und richteten unbeschreibliches Unglück an.

In Fläsch brach ein riesiger Erdrutsch die mächtigsten Föhren und Buchen wie Zündhölzchen weg, grosse Gefahr drohte dem ganzen Dorfe, doch konnte dieselbe verhindert werden, indem man dem abfliessenden Bergwasser eine andere Richtung gab, dennoch ist der Schaden an Gärten sehr bedeutend.

In Waltensburg überschwemmte der Rhein die Ufer und riss Ställe weg. Das Oberland hat zahllose Rüfen und sogar Lawinen zu verzeichnen, so dass auch hier der Schaden ein ganz enormer ist.

Bad Pfäffers hat ebenfalls stark gelitten und schwebte sogar in Gefahr von Rüfen zugedeckt oder von Steingeröll eingeschlagen zu werden. Die sonst so belebte Strasse der Tamina entlang war völlig unterbrochen, die Kurgäste waren somit vom Verkehr mit der Aussenwelt so zu sagen abgeschlossen, indem dieselbe nur mit grossen Schwierigkeiten über die sogen. Naturbrücke und Dorf Pfäffers oder oben längs des Berges zu bewerkstelligen war.

Die Verproviantirung des Bades, welches noch gut besetzt war, machte daher grosse Schwierigkeiten und mag manchem der dort weilenden Kurgäste bange Sorgen bereitet haben. Die Thermalwasserleitung nach Ragaz war unterbrochen, so dass die Kurgäste in Ragaz nicht baden konnten und grösstentheils abreisten.

Immer neue Ereignisse traten hinzu. Bergell hatte unter einem fürchterlichen Hagelsturm mit Körnern von der Grösse wie sich die ältesten Leute solcher nicht erinnern können, kolossal gelitten. Die Gegend und das Dorf sahen aus als ob der Kriegsschauplatz dort gewesen sei, das Gras in den Alpen und auf den Wiesen war vollständig zerstampft und förmlich in den Boden hineingetrieben, zahllose Scheiben eingeschlagen, Läden lagen im ganzen Orte herum und hingen an den Häusern, Bäume waren umgeschlagen, ganze Gärten vernichtet, kurz, es sah aus, wie wenn eine Räuberbande dort gehaust hätte. Viele Strassen sind ausser den angeführten noch vernichtet und unterbrochen, bei Tiefenkasten ist die Strasse auf über 100 Meter gespalten.

Im Malixer Revier sind ganze Wiesen und Aecker von ihrem Standort verrückt und weiter unten auf andere Güter aufgesetzt worden.

Trimmis ist in ärgster Weise in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Orte selbst zählte man nicht weniger als fünf Rüfen, die enormen Schaden an Kulturen und Land angerichtet haben. Drei Rüfen haben vereint eine Strecke von zwei Kilometer unter Wasser gesetzt und einen See gebildet zwischen Landstrasse und Bahndamm. Alles ist vernichtet, jede Ernte unmöglich gemacht und leider sind gerade hier wieder viel kleine Landleute von dem harten Unglück betroffen, indem viel Pachtland dabei ist, fruchtbares Erdreich ist zur Steinwüste geworden, der Bodenwerth des gesammten Armengutes ist vernichtet und es bedarf hier ebenfalls der thatkräftigsten Hülfe, um das grosse Elend nur einigermassen zu lindern. Selbst das Trinkwasser ist den Leuten genommen, indem zwei Wasserleitungen zerstört worden sind.

Untervaz hat dieses Jahr zum zweiten Male einen Einbruch des Dorfbaches in die Behausungen und Felder zu verzeichnen; neue Wildbäche sind überall entstanden und Schlipfe setzten Wiesen und Aecker unter Wasser.

Im Domleschg haben die Elemente ebenfalls böse gewüthet. Bei Sils, Trans und Scheid sind Rutsche und Schlipfe vorgekommen. Weinberge sind kahl gemacht und Schuttablagerungen haben überall stattgefunden.

Das mit riesigen Kosten eingedämmte Tobel bei Fürstenaubruck ist mit riesiger Wuth ausgebrochen und hat dann verheerend links und rechts die Güter überschwemmt und Brunnenleitungen zerstört. Bis zu den Wirthschaftsräumlichkeiten in Allegatha und in die Ziegelhütte drang das wüste Material. Ueberall her aus dem ganzen Bezirk kommen die Schreckensnachrichten.

Im Veltlin ist die Hälfte der ganzen Traubenernte durch Gewitter und Stürme zerstört worden. Sassella, Grumello und Valzella haben sehr stark gelitten. Ueberall sind die für dieses Jahr so überaus guten Hoffnungen vereitelt worden. Jetzt nach Niederschreibung dieser Zeilen ist die grösste Gefahr vorüber, die Sonne beginnt wieder zu scheinen und die Angst von den zagenden Gemüthern zu nehmen, aber es ist ein trauriges Bild, welches sie bescheint, überall Elend und Verwüstung, nichts als Verderben, der Schaden ist enorm, im Kanton Graubünden allein beträgt derselbe nach oberflächlicher Schätzung zirka 1 Million Franken, die Verheerungen spotten einfach jeder Beschreibung und sind theilweise unersetzbar, theilweise wird es Wochen- und monatelanger Arbeit bedürfen, um alles wieder ins alte Geleise zu bringen. (…)

Quelle

Die Überschwemmungen und Verheerungen des Hochwassers in den Kantonen St. Gallen und Graubünden im Hochsommer 1890. Weder’s Verlag, Zürich, 1890. download

Elementarschäden und Versicherung

Rheinschaden. Bruch des Rheindamms bei Bauern am 30. August. Der Schaden verteilt sich auf die betroffenen Rheintal- und Bodensee-Gemeinden wie folgt:

OrtAnzahl GeschädigteSchaden Fr.OrtAnzahl GeschädigteSchaden Fr.
Pfäfers8069,680Rüti27045,470
Ragaz46,680Oberriet (Montlingen)17639,032
Vilters (Wangs)4732,935Widnau324104,405
MeÌs2110,850Diepoldsau (Schmitter)19564,100
Wartau155,740Au31775,735
Sevelen72,700St. Margrethen742,244
Buchs4305Berneck10816,300
Gams122,370Thal (Altenrhein)11936,795
Grabs179,880Steinach406,060
Sennwald284,945Total1858 Geschädigte535’566 Fr. Schaden

Der Schaden in den Gemeinden, welche weder dem Rheingebiet noch dem Bodensee angehören, betrug zirka Fr. 50’000.

Rorschach: Hochwasser 1890.
Rorschach: Hochwasser 1890. Quelle: Staatsarchiv St. Gallen

Quelle

  • Bericht des Departementes des Innern des Kantons St. Gallen über die Wasserschäden im Rheintal

vom Sommer 1890 und über die Hülfeleistung an die Geschädigten. Altstätten,30. Mai 1891

  • Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherungen. I. Band. Bern, 1936

Das Unwetter von 1890 in Graubünden

In der Naturchronik der Naturforschenden Gesellschaft Graubündens ist zu lesen: “Ende Juni: Hochwasser: zahlreiche Rüfenschäden in Chur, vielfache Verkehrsstörungen, so auch an der Landquart-Davoserbahn im Fuchsenwinkel bei Schiers. In den höheren Lagen Schnee. Heuerndte gut.

Im Juli vielerorts reichliche Schneefälle mit Lawinen, die einige Menschenleben kosteten, besonders aber den Viehstand in den Alpen schädigten.

August, zweite Hälfte sehr nass mit Schneefällen bis tief herunter, Gewitter. Ende August sodann Hochwasser an vielen Orten. Tardisbrücke u. A. zerstört. Grosse Erdrutsche in Chur (Sand) und sonst im Plessurthale, sowie im Rheinthal, Oberland u. s. f. Eisenbahnverkehr nach Chur auf kurze Zeit gestört. Unterbrechungen auf den Routen Schyn, Julier und Albula. Ausdehnung des Hochwassers über die ganze Ostschweiz, besonders im untern Rheinthal und Vorarlberg. Mehr oder weniger ist auch die Westschweiz davon betroffen Characteristisch für diese Hochwasserperiode sind die vielen Erdrutschungen.

Quelle

Naturchronik der Naturforschenden Gesellschaft Graubündens.

Medienberichte zum Ereignis

Bündner Nachrichten, 31. August 1890

Hochwasser. Unter dieser Rubrik bringen wir die einlaufenden Hiobsposten über das gestrige Hochwasser, welche leider eine grosse Zahl erreichten.

In Chur schwoll die Plessur zu einer besorgniserregenden Höhe an. Sie führte Gebäudetrümmer, todtes Grossvieh, Blöcker und Tramen mit. Unter dem Gäuggeli schwamm sie ein Stück des Stadtbaumgartens weg. Auf dem Sande kam die Rüfe beim Wasserfall herunter und brachte neben enormen Schuttmassen 2 Fuss dicke Blöcke mit, was alles auf der Sandstrasse angehäuft wurde. Das Plätzchen mit Ruhebänken unmittelbar am Wasserfall ist bis zur Strasse weggespült.

Zwischen Kurhaus und Bad Sassal ging eine Rüfe nieder. Heute (Samstag) Morgen ereignete sich unmittelbar ob Mettiers Holzplatz ein gewaltiger Erdrutsch, welcher in dem Moment den Stall des Stickers Frehner von der Baustelle wegrückte und das Vieh begrub, als der Genannte mit der Milch auf dem Wege zu seiner Wohnung sich befand.

In den Heimwesen von Dr. Lorenz und Bäcker Rechsteiner kamen gewaltige Wasserbäche herunter; zahlreiche Stützmauern in den Weinbergen sind eingesunken; der Stall des sogen. „Studenhüsli“ hinter St. Luzi ist sammt einem Stück Vieh total demolirt. Gegen Masans bildete die Strasse wie die Turnerwiese und die Quadern Seen; die Strasse sah einer Rüfe ähnlich. Ueberall kommen Bäche herunter.

Der Rhein ging hoch und seine Wellen schlugen bis an die Wände der Haldensteiner Brücke. In Reichenau zeigte der Pegel um ca. 5 Uhr Abends 24 Fuss Wasserstand, 3 Fuss höher als beim letzten Gewitter in diesem Monat. Bei Landquart stürzte die neue Tardisbrücke ein und riss eine Frau mit einem Kinde in die empörten Wellen.

In Zizers hat, wie bei jedem Gewitter, die Rüfe die Station, diesmal allerdings in grossem Umfange, mit Schutt überführt. Der gestrige Abendzug konnte nicht passiren und die heutige Post gelangte nur durch Auswechslung zwischen den von Chur und Sargans eintreffenden Zügen nach Chur. Die beiden Frühzüge nach und ab Chur fielen ganz aus. In Malix resp. ob Araschga in den sog. Erlen sank ein Stück der Landstrasse, so dass die verschiedenen Posten via Lenz zurückkehren mussten.

Aus Maienfeld schreibt man uns: Gestern Abend halb sieben Uhr rief die Sturmglocke alle arbeitsfähigen Männer zur schleunigen Hülfe auf die Pardellrüfe, denn der wenigen Mannschaft, die dort aufgestellt war, gelang es nicht mehr, das tobende Wasser in Schranken zu halten und es drohte jeden Augenblick, die schönsten Wiesen und Baumgarten unter Schutt und Schlamm zu setzen. Dem raschen Eingreifen der Herbeieilenden war es allein möglich, grösseres Unglück zu verhüten.

Während die Grosszahl unter strömendem Regen mit dem tobenden Element kämpfte, kam die Hiobspost vom Rhein, dass derselbe die kaum erstellte neue Tardisbrücke weggerissen und drei sie im gleichen Momente passirende Personen den Tod gefunden hätten.

Heute erfährt man mit Bestimmtheit, dass ein 18 jähriger Jüngling, Fritz Müller von Mastrils, auf einem Theilstücke der eingestürzten Brücke bei der Maienfelder Brücke, (zirka eine halbe Stunde weiter unten) gesehen worden sei, wie er sich an einen Pfosten anklammerte und herzzerreissend um Hülfe rief. Genaueres wird man wohl bald genug erfahren. Im sog. Aeule, in unmittelbarer Nähe der Station, mussten die Pferde aus den Stallen geflüchtet werden; die Keller stehen jetzt noch überall voll Wasser.

Auch die Landquart richtete grosse Verheerungen an. Einem uns aus Schiers zugesandten Berichte entnehmen wir, dass der Fluss dort derart wüthete, bis er die neue, sehr solide, von Meister K. Willy erstellte Rosenbergbrücke wegriss und aufs Flussbett hinausschwemmte. Der Präsident der Gemeinde, unser Korrespondent und andere Männer waren fast die ganze Nacht auf den Beinen, um Nachschau zu halten. Es wird sofort Anordnung getroffen, das Wasser von den zerstörten Dämmen abzulenken, damit dasselbe nicht die schon bedrohten Aecker und Wiesen fortschwemmt.

Verkehrsunterbrechungen fanden auch auf der Schynstrasse und bei Realta statt; ferner erfolgten auf der Schanfiggerstrasse an verschiedenen Orten Verschüttungen und Rutschungen, so dass der Wagenverkehr an allen drei Orten vorübergehend stille gestellt wurde. In Araschga ist die neue gewölbte Steinbrücke über die Rabiosa eingestürzt. Die Eggenbergersche Säge steht theilweise unter Wasser, und es ist auch das anstossende Haus desselben Eigenthümers gefährdet. Auch die gedeckte Plessurbrücke beim Kurhaus Sassal droht einzustürzen.

Das Hochwasser wird dem Umstände zugeschrieben, dass es erstens von Morgens bis zum Abend regnete, dann über Mittag in den Bergen Schnee fiel und derselbe in Folge der wärmeren Temperatur am Nachmittage schmolz und mit dem Regenwasser zu Thal floss. Am höchsten gingen Plessur und Rhein in der Abenddämmerung. Von da an legte sich abermals Schnee auf den Bergen an und bei Tagesgrauen schneite es bis Mühlenrain und die St. Luzi-Kapelle herunter. Das Bau- und das Polizei-Amt Chur hatten während der ganzen Nacht Wachen längs der Plessur und namentlich an den gefährdeten Stellen aufgestellt.

der Bericht in e-newspaperarchives

Bündner Nachrichten, 2. September 1890

(…) Ein merkwürdiges Bild bietet der Calanda von Chur aus. Zahllose Bäche fliessen über diese sonst sprichwörtlich trockene und wasserarme Bergseite herab, z. Theil mitten aus glatten Felswänden herausspringend, und wegen der vielen neuen Erdschlipfe und Felsablösungen sieht der Berg aus fast wie eine riesige, geschälte Kartoffel.

Gegenwärtig regnets wieder aufs Neue, aber glücklicherweise bei Nordwind und Schneefall in den Bergen bis fast ins Thal herab. Dadurch ist in der zerstörenden Wirkung der Niederschläge ein Stillstand eingetreten; ob ein dauerhafter, muss abgewartet werden, indess hat der eingetretene Schneefall anderseits für das noch in den Alpen befindliche Vieh grosses Unheil im Gefolge. Auf der Alp selbst dem Verhungern und Erfrieren ausgesetzt, bietet den Thieren und deren Wärtern auch der gezwungene Heimweg durch die verschneiten, durchweichten, von Rüfen und Bächen unterbrochenen Pfade grosse Mühsal und Gefahren. So erfahren wir soeben, dass gestern bei einer solchen Heimfahrt des Emservieh’s aus der Alp Ranaska bei Panix 4 Kühe erfallen sind und 16 Kühe Knochenbrüche erlitten haben.

In Ems ist die Val gronda an zwei Stellen ausgetreten, die schöne Wiesenfläche der Plarainas bildet einen See. Ob Thusis erfolgte, wie unser dortige Korrespondent meldet, ein bedeutender Erdrutsch. Traurig sieht es zu beiden Seiten des Rheins aus. Die Bergbäche (Rüfen) vermochten den Schutt nicht rasch zu befördern, desshalb entstanden Stauungen und Ueberschwemmungen. Der Kaznerbach hat ein Stück eines zwar sehr primitiven Wuhres beim kantonalen Gut Kalifornien durchbrochen. Dank der herbeigeeilten Mannschaften konnte der Einbruch gehoben werden, bevor erheblicher Schaden verursacht wurde. Bald aber drang das Wasser auf der Thusner Seite durch und überschwemmte ein grosses Stück Boden.

Ob Kazis lösten sich metergrosse Steine und rollten bis gegen das Dorf hinunter. Ein Erdrutsch verwüstete einen Baumgarten. In Rothenbrunnen stehen mehrere Gebäude im Wasser. Allein im Ausser-Domleschg, Scheid und Trans inbegriffen, hat man von Kazis aus 26 Erdrutsche beobachtet. Im Inner-Domleschg sehen viele Güter einem Sandboden gleich. Das Rheinkorrektions-Gebäude bei Realta wurde von zwei Seiten bedroht und das Gut ist ziemlich verwüstet.

Von Schiers wird uns geschrieben: Die Landquart ging seit Menschengedenken nicht so hoch; ein grosser Theil des Wuhres ausser der nun auch entführten Brücke nach dem Rosenberg wurde weggerissen. Bäume, die zum Uferschutze verwendet wurden, nahm das entfesselte Element sammt den betreffenden Stricken ec. fort. Auch die vor etwa 10 Jahren neuerstellte eiserne Brücke beim FeIsenbach schwebte in grosser Gefahr. Die Strasse ist in der Nähe derselben stark beschädigt, zu ⅔ ihrer Breite eingestürzt und unfahrbar. In Grüsch wurde ein Wuhrkopf zerstört und der Pflanzgarten vom Wasser bedroht. Ausserdem hat der sonst so kleine und harmlose Krebsenbach bedeutenden Schaden angerichtet.

Die Grüscher mussten sich auf drei Punkte vertheilen. Eine Abtheilung blieb in Grüsch, die zweite ging in die Klus und die dritte eilte mit Pferden und Wagen den Schiersern zu Hülfe. Auch in Schuders haben Wasser und Rüfen wieder einmal übel gehaust. Ein Gut im Werth von mehreren Tausend Franken wurde gänzlich durchwühlt, mit Schutt überführt und völlig zerstört. Ausserdem entstanden viele Erdspalten, Erdschlipfe oder Erdrutsche. Da und dort sei ein Haus oder ein Stall in der Gefahr des Abrutschens. Erdrutsche und Ueberführung von Wiesen und Aeckern mit Schutt entstanden auch in der nähern Umgebung von Schiers mehrfach. Doch scheint jetzt die Gefahr vorüber zu sein.

Betreffend die vor wenigen Tagen kollaudirte Strassenstrecke auf Fetaner Gebiet ist Genaueres einer Unterengadiner Korrespondenz zu entnehmen. In Churwalden hat der Parpaner Bach die Häuser von Dr. Hemmi, Brunold ec. bedroht. Die Leute wachten beim Schein der Laternen. In Malix fegte die Rüfe ausser dem Dorfe die Trutztobelbrücke weg und verheert das Land längs den Ufern. Der Weg von Araschga nach den Passugger-Quellen ist vielfach weggerissen, die Wasserleitung, in welcher das Mineralwasser zu Badzwecken nach Mühlerain geleitet worden, ist stückweise zerstört. Es verlautet, dass bei Brienz ein Erdsturz erfolgt sei und zwar an gleicher Stelle wie vor einigen Jahren.

Aus dem St. Gallischen Rheinthale gehen böse Berichte ein. In Rüti bilden die Rheinauen einen See, so bei Sennwald. Die Station Rüti ist nahezu unzugänglich. In Buchs haben die Bewohner der Bahnhofstrasse die Keller voll Wasser. Bei Bauern ist österreichischerseits der Rhein durchgebrochen, schweizerischerseits bei Montlingen und Kriesern. Au, Widnau und Lustenau sind unter Wasser. Die Noth ist grösser als 1888. Der Haupteinbruch des Rheines bei Koblach geschah an gleicher Stelle wie 1888; Koblach, Mäder, Altach und Lustenau sind total unter Wasser; Höchst ist gefährdet. Schweizerischerseits ist von Bauriet bis Montlingen und Rüti alles ein See von gestautem Hinterwasser. Die Eisenbahnlinie St. Margrethen – Lindau ist unterbrochen. Die Strasse von Ragaz bis Pfäffers ist unterbrochen. Bei Sargans sind die Bahnschienen streckenweise unter Wasser. Auch auf der Rorschach-Heiden Bahn ist der Verkehr gestört.

Aus dem Unterengadin. ( Korr. ) Auch in diesem Theile des Thales haben die Wasser arg gehaust. Die Post kam auf der neuen Fetaner Strasse nicht durch und musste nach Schuls zurückkehren, um vielleicht eine Zeit lang wieder über die, in ähnlichen Fällen „vitale“ Route Fetan geleitet zu werden. Jedoch auch dort oben sollen die Wassergeister ein arges Spiel getrieben haben, was in so weit begreiflich ist, als die Gemeinde laut Expertengutachten auf „Rutschterrain“ steht. Ein bündnerischer Staatsmann, der zur Zeit, da die Strassenrichtung durch die Standeskommission festgestellt wurde, in derselben Behörde sass, sah in der untern Richtung — ein Loch ohne Boden für die Gemeinds- und Kantonsfinanzen. Ganz fehlgeschossen hat der Mann nicht! Das Kurhaus Tarasp beherbergt immer noch 120 Gäste, darunter Staatsminister Gossler und Delbrück sowie Oberbürgermeister v. Forckenbeck. Trotz Regen und Schnee, Salzwasser ec. sind alle wohl versorgt. Schlimmer daran ist der arme Landwirth, der in jeder Beziehung zu bedauern ist, weil er die Früchte seines Fleisses nicht ernten kann und sehen muss, wie dieselben in dem unendlichen Regen zu Grunde gehen!

Und wie arm dran ist das Vieh in den Alpen, wo kein Futter und weder Ställe noch Schärmen vorhanden sind! Der abgelaufene Sommer sollte auch dem Blinden, der im Wahne des Wundergläubigen lebt, die Augen öffnen — denn der Gerechte erbarmt sich seines Viehes! Willst denn Du, Unterengadiner Bauer, allein nicht gerecht sein?

Pontresina. ( Korr. vom 31. ) Die jüngste Regenperiode hat in den Hotels Platz gemacht, indem der Fremdenzuzug aufhörte und so viele Abfahrten erfolgten, dass nun die während 14 Tagen stattgefundene Ueberfüllung aufgehört hat. Die Fremden wie die Hoteliers hoffen trotz der vielen Enttäuschungen auf eine schöne Nach-Saison. Während der Regenzeit besorgte man einen abermaligen Ausbruch der Runsen am Schafberg, welche vor zwei Jahren verhängnissvoll geworden waren. Allerdings haben die Verbauungsarbeiten begonnen, gewähren aber noch keinen Schutz. Der Emdet verspricht einen ausserordentlich reichen Ertrag. Während andere Jahre nur wenige der besten Wiesen und diese meist eine karge Emdernte ergaben, kann dies Jahr bei günstigem Wetter der zweite Schnitt auf allen Fettwiesen stattfinden. Zu Hause wie in den Alpen ist Gras in Hülle und Fülle vorhanden. Das Alpvieh ist trotz des verwässerten Sommers schön und gesund und der Molkenertrag ein befriedigender.

(…)

Witterung. Darüber etwas zu sagen, ist eigentlich ganz überflüssig. Alles hat sich diesfalls eine eigene Meinung gebildet. Man hat aber doch den Trost, dass die Situation schlimmer kaum mehr werden kann; Regen ohne Ende und Schnee bis nahezu zur Thalsohle und dabei keine Aussicht auf Aufheiterung. Das Traurigste ist, dass aus verschiedenen bündnerischen Alpen infolge von Erdschlipfen ec. das Vieh nur schwer und bei grosser Gefahr, an einzelnen Orten noch gar nicht heimbefördert werden kann.

der Bericht in e-newspaperarchives

Bündner Nachrichten, 3. September 1890

Kt. St. Gallen. Entsetzlich hat die vorarlbergische Gegend zu leiden, wo die drei Rheineinbrüche erfolgt sind, so namentlich bei Altacht. Neun Menschen haben bei der Katastrophe das Leben eingebüsst. Es fand zu all dem Elend sich auch die Feuersbrunst ein. In Lustenau brannte eine Fabrik ab; von der Ueberschwemmung eingeschlossen, konnte Niemand an das brennende Gebäude gelangen und so wurde es von den Flammen verzehrt bis auf die Wasserlinie herunter. Die Leute sprangen ins Wasser, um nicht zu verbrennen.

Wäre der Einbruch auf der St. Galler Seite erfolgt, wäre noch grösseres Unglück zu befürchten gewesen. Ueberall ruft man nach sofortiger Vereinbarung betreffend den Rheindurchstich und Durchführung desselben, Entweder muss dies geschehen, oder das sonst so fruchtbare, gesegnete Rheinthal verarmt gänzlich. Mit den vielen Konferenzen, sagt man, welche die Sache nur auf die lange Bank ziehen, ist den Rheingemeinden nicht geholfen, diese möchten nun einmal Thaten sehen; nur diese schützen die ohnehin genug geschädigten Bewohner vor noch viel grösserem, namenlosen Schaden.

Thurgau. Der Bodensee ist sehr stark gestiegen und verursachte grosse Unzukömmlichkeiten und Schaden längs den tiefern Uferstellen, so in Berlingen, Steckborn, Ermatingen ec. Die Thur ging hoch und richtete grossen Schaden an. (…)

Graubünden. Witterung und Hochwasser. Die Hiobsposten hören nicht auf. In Reams schlug der Blitz vor acht Tagen in den Kirchthurm ein und warf die Hälfte der Spitze herunter. Von da weg fuhr er, wie dem „B. Tagblatt“ berichtet wird, durch die Thurmuhr in die Kirche, woselbst beinahe sämmtliche Fenster, drei Bänke, einige Orgelpfeifen und ein Schrank vom Blitz zerstört wurden. Dann drang er durch die Kirchenmauer zum Friedhof, dort ein hölzernes Grabdenkmal zerstörend. In Fläsch ist ein bedeutender Erdrutsch bis gegen das Dorf vorgedrungen. Durch Ableitung des hinterher kommenden Wassers gelang es, die Erdmasse zum Stehen zu bringen.

Vom Schyn heisst es, dass er schon gestern passierbar war, hingegen steht es um die Schanfiggerstrasse schlimmer, als wir gestern berichteten. An verschiedenen Orten ist der ganze Strassenkörper in die Tiefe gerutscht. Der Postverkehr zwischen Castiel und Arosa ist wieder eröffnet, hingegen noch nicht auf der Strecke Chur – Castiel. Doch werden auch hier die Hindernisse und Hemmnisse in der nächsten Zeit beseitigt sein. Die Malanser und Igiser Wuhren längs der Landquart seien ruinirt.

Ein Abonnent berichtet uns aus Waltensburg u. A.: Die Strasse zwischen Tavanasa und Ruis ist auf Gebiet der letztern Gemeinde und von Waltensburg stark beschädigt. Erdrutschungen haben sie total unpassirbar gemacht. Sogar Fussgänger mussten den Fussweg von Ruis über Waltensburg einschlagen, um nach dem obern Oberland zu gelangen. Die Strasse nach Brigels ist an vielen Stellen bis Waltensburg gänzlich zerstört oder meterhoch mit Schlamm, Schutt und Bäumen bedeckt, so dass bis zu deren Herstellung keine Fuhrwerke Hieher gelangen können.

Erdrutschungen haben zwei hart am Rhein stehende Ställe sammt dem ganzen Heuvorrath fortgerissen und in den Rhein geworfen, so dass man gar keine Spur von denselben mehr findet.

Ein dritter Stall ob der Landstrasse nach Waltensburg fand das gleiche Schicksal, während ein vierter stark beschädigt wurde. Unser Dorfbach schwoll so stark an, dass zwei Mühlen nebenan geräumt werden mussten. Die Lage unserer Bevölkerung ist eine trostlose. Denn Getreide, Emd und Kartoffeln liegen unter dem Schnee.

Berichten aus dem Domleschg zufolge hat eine unmittelbar unter Trans ausgebrochene Rüfe zuerst das Dorf Tomils, welches sie der Länge nach durchfloss, bedroht. Dann nahm sie den Weg durch die schönsten Güter nach der Mühle bei Ortenstein, auf dem Wege dahin die Ackererde wegspülend und Kies und Schutt zurücklassend. Die Alp Schall liegt unter Schnee; das Vieh kann aber wegen Erdschlipfen nicht heimbefördert werden; es leidet entsetzlich.

Aus Malans wird uns geschrieben: Heute Morgen, den 2., ca. 5 Uhr lösten sich zwischen Malans und Felsenbach hoch oben ein paar gewaltige Felsstücke los und donnerten zu Thal. Ein Riesenblock zertrümmerte das Bahngeleise, ein anderer flog in weitem Bogen über den Bahndamm hinweg ins Feld. Infolge des Unfalls konnte der erste Zug Landquart-Davos nicht passiren und die um 4 Uhr 20 in Chur abfahrenden Passagiere hatten das zweifelhafte Vergnügen, in Landquart stundenlang sitzen zu bleiben.

Aus dem Prätigau erfährt man noch, dass der Schaniela- oder St. Antönierbach einen grossen Theil der wiederhergestellten Strasse neuerdings weggerissen hat. Im „Rhätier“ heisst es, dass nicht nur das Wetter, sondern auch die Arbeit darnach gewesen sei. Schrecklich hauste das Wasser in Puz, worüber uns vom Luzeinerberge folgende Korrespondenz zugegangen ist: Am Freitag Abend halb 7 Uhr ging in Puz eine Rüfe gleich einer Steinlawine zirka 2000 Meter ob den Häusern mit furchtbarem Krachen und Getöse nieder. Einige Häuser stehen 2 bis 2 1/2 Meter im Schutt und wurden zum Theil auch etwas beschädigt. Die Leute konnten nur mit knapper Noth fliehen. Auch an andern Stellen in der Umgebung des Dörfchens richtete das Wasser durch Erdrutschungen ziemlichen Schaden an. Seit Samstag war die Mannschaft von Puz mit weniger Hülfe von Luzein mit der Wegräumung des entsetzlichen Schuttes und der wallartigen Geschiebemassen beschäftigt, so dass die Leute jetzt wenigstens in ihre Häuser gelangen können.

Aus dem Bergell wird dem Bund geschrieben: Ein Hagelsturm entlud sich in der Nacht vom Sonntag auf Montag mit furchtbarer Gewalt auf das Bergell. Es fielen Schlossen von noch nie gesehener Grösse. Sowohl die Gartenpflanzen als das noch ausstehende Emd haben starken Schaden genommen. Den Kastanien als Frucht schadete der Sturm wenig, dagegen wurden Bäume entwurzelt und viele Aeste abgeschlagen. In den Alpen ist das Gras vollständig vernichtet; man muss die Weiden entladen. Den Weinbergen in der Nähe von Chiavenna scheint das Hagelwetter wenig geschadet zu haben. Viele Scheiben wurden eingeschlagen und Jalousien von den Häusern weggerissen.

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Zuger Nachrichten, Band 4, Nummer 71, 3. September 1890

Ueberschwemmungsberichte. Von allen Seiten der Schweiz treffen bedenkliche Berichte über das eingetretene Hochwasser ein. Aus dem Kanton St. Gallen schreibt die „Ostschweiz“: Altstätten. 30. Aug. Der Rheindurchbruch erfolgte auf österreichischer Seite bei Bäuren in der Lage von Hohenems. Die grossen Bürgergüter von Widnau und Schmitter. über 1000 Jucharten Acker sind verwüstet. Der Rhein lief bei Rheineck dem Mauerrande eben. Die ganze Nacht musste gearbeitet und theilweise auch geflüchtet werden. Bei Reichenau war die Rheinhöhe schon gestern Abend 26 Fuss. Heute Morgen fiel das Wasser plötzlich.

Rheineck, 30. August. Heute Samstag Morgens 4 Uhr brach bei Altach gegenüber Diepoldsau auf österreichischer Seite, sowie auch bei Höchst der Rhein durch. Von Widnau bis Au, von st. Margrethen bis Rheineck, sind die Felder durch Hinterwasser überschwemmt. In Buchs hatte man bei der tiefliegenden Eisenbahnbrücke mit grösster Anstrengung zu wehren.

Montlingen. 30. August. Soweit das Auge reicht, nichts als Wasser. Von zirka 200 Häusern stehen nebst Kirche und Schule nur noch 8 im Trockenen. Manches Haus steckt 10 — 12 Fuss im Wasser. Eine auf heute fallende Beerdigung konnte nicht stattfinden, weil nur wenige zur Kirche gelangen können. Seit 1868 und 1871 war unsere Lage nie mehr so furchtbar. Die Gefahr eines Rheindurchbruchs scheint zwar beseitigt, seitdem es in den Bergen geschneit hat. Immerhin ist sie noch sehr gross. Die Männer arbeiten in ganz durchnässter Kleidung mit staunenswerther Ausdauer. Man sieht nur noch den Damm, die Wuhrung hat der wildtobende, mit rasender Schnelligkeit dahineilende Strom überschritten.

Montlingen, 30. August Morgens 9 Uhr. Soeben hat der Rhein auf einer Strecke von zirka 300 Meter bei Bauren zwischen Altach und Hohenems (Vorarlberg) den Damm durchbrochen und die ganze Gegend überschwemmt. Bei Kriessen droht ebenfalls ein Dammbruch.

St. Margrethen. 30. August. Heute Nacht wird hier von 2 bis 3 Uhr die Sturmglocke geläutet. Man fürchtet unter dem Mondschein einen Dammbruch. Zur selben Zeit war durchschnittlich die Dammhöhe noch 8 bis 10 Centimeter höher als die Fluthen. Um halb 4 Uhr hiess es, ob Lustenau in der Richtung von Diepoldsau habe ein Dammbruch auf österreichischer Seite stattgefunden. Und jetzt bei Tagesanbruch sieht man die Nachbarsgemeinde Höchst unter Wasser. Hier in St. Margrethen stehen an einzelnen tieferen Stellen des Unterdorfes die Häuser 1 bis 2 Fuss im Wasser.

Rorschach, 31. Aug. Das Vorarlberg gleicht einem grossen See. Aller Eisenbahnverkehr war heute unterbrochen. Der Schaden ist enorm. Auf Schweizerseite hat das Hinterwasser in Kulturen und an Gebäuden grossen Schaden angerichtet. Der See ist so gross, dass die Wellen das Eisenbahngeleise erreichen. Der Eisenbahnverkehr durch das Rheinthal war äusserst schwierig, überall Zugverspätungen.

St. Margrethen. 31. Aug. Der grosse Dammbruch (man spricht von 400 Meter) ist oberhalb hier auf österreichischer Seite erfolgt. Grosse Verheerungen in Au und Widnau.

Rorschach, 1. Sept. Infolge des andauernden Regens ist die Situation namentlich österreichischerseits eine geradezu verzweifelte geworden. Die Gegend von Götzis bis Fussach ist ein See von etwa 6 Stunden Länge und 2 Stunden Breite. Während der Ueberschwemmung sind die ganz von Wasser umgebenen Gebäude der Rothfarb Gysi in Birkenfeld bei Fussach abgebrannt. In Rorschach ist der Bodensee an mehrern Stellen über die Ufer getreten. Seit gestern Mittag ist der See um 20 Centimeter gestiegen. Der Regen dauert fort.

Überschwemmung in Rorschach als folge des Bodenseehochwassers.
Überschwemmung in Rorschach als folge des Bodenseehochwassers.
Quelle: Bildarchiv ETH Zürich

Chur, 1. Sept. Der Rhein führt Bäume. Brücken. Häusertrümmer mit sich. Am Calanda sind mächtige Rüfenen niedergegangen. Wald und Wiesen wurden verwüstet, Dorfschaften sind gefährdet. Eine besonders schlimme Rüfe bei Zizers hat das ganze Land bis zum Bahndamm mit Schutt und Schlamm überführt.

In Chur verlebte man vom Samstag auf Sonntag eine schreckliche Nacht. Die hochangeschwollene Plessur führte Bäume und Felsblöcke mit. Die Polizei und Feuerwehr war allarmirt. Es wurde ein Einsturz des Hotels „Steinbock“ befürchtet, doch ging die Gefahr vorüber. Eine Menge Trümmer von Ställen, Brücken, Thierleichen schwimmen im Wasser. Eine Viertelstunde oberhalb Chur ist letzten Samstag ein Haus durch eine Rüfe zerdrückt worden. In Sassal oberhalb Chur war das Kurhaus in Gefahr. Die Feuerwehr rettete die Insassen. In Zizers wurde die Rheinbrücke weggeschwemmt. Ein Knabe nebst Mutter ertranken vor den Augen des Grossvaters. Sämmtliche Alpenstrassen sind durch Erdrutsche, Rüffenen. weggeschwemmte Brücken unterbrochen. In Disentis wurde eine neue Brücke weggerissen.

Zwischen Ragaz und Pfäffers ist die Strasse durch Erdrutsche unterbrochen. Pfäffers ist ganz abgeschnitten. In St. Margarethen im Rheinthal ist das diesjährige Hochwasser grösser als vor zwei Jahren. Montlingen ist unter Wasser infolge Binnenwasser auf österreichischer Stelle. Bei Hohenems ist der Rheindurchbruch 300 Meter breit. Der Rhein ergiesst sich durch stundenweite Vorarlberger Niederungen nach dem Bodensee. In der Seegegend sind Lustenau, Brugg, Höchst, Fussach, Hard überschwemmt.

In Ilanz ist die Eisenbahnbrücke zertrümmert. Die Brücke zwischen Reichenau – Thusis ist ebenfalls fortgeschwemmt, die Viamala ist unterbrochen. Die Schynstrasse ist an 17 Stellen unterbrochen. Die Schanfiggerstrasse ist auf weite Strecken fortgerissen und verschüttet. Die Tardisbrücke ist theilweise fortgeschwemmt. (…)

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Zürcher Oberländer, Nummer 101, 1. September 1890

Ragaz. Die der Tamina entlang führende Strasse von Ragaz nach dem Bade Pfäffers ist weggeschwemmt und so Pfäffers total abgeschnitten. St. Margrethen. Die Schutzdämme auf der schweizerischen Seite haben bis jetzt den Wogen des Rheins Stand gehalten; dagegen ist auf österreichischer Seite der Damm bei Hohenems auf einer Länge von 300 Metern durchbrochen. Das Ueberschwemmungsgebiet beträgt fünf Stunden Länge. Bei Höchs fand ein zweiter Dammbruch statt.

Chur. Der Rhein hat zahlreiche Bäume u. Brücken weggerissen; er bringt eine Masse von Häusertrümmern. Auch die Plessur ist ungemein angeschwollen und führt auf ihren Wogen Tannen, Felsblöcke, Stalltrümmer und Thierleichen daher. Sämmtliche Alpenstrassen sind durch Erdrutsche, Rüfenen und Einstürze von Brücken unpassirbar. Furchtbar hauste das Unwetter in Via Mala; die Bahnzüge und Posten sind vielfach unterbrochen. Der Regen dauert immer noch fort und die Gefahr steigert sich fortwährend. In Lustenau (Vorarlberg) seien 8 Personen ertrunken.

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Weitere Berichte

St. Galler Volksblatt, 3. September 1890

St. Galler Volksblatt, 3. September 1890

Bündner Nachrichten, 4. September 1890

Neue Zürcher Zeitung, Nummer 247, 4. September 1890

Bündner Nachrichten, 4. September 1890

Der Bund, Band 41, Nummer 244, 4. September 1890

Bündner Nachrichten, 5. September 1890

Zürcher Oberländer, Nummer 103, 5. September 1890

Nidwaldner Volksblatt, Band 24, Nummer 36, 6. September 1890

St. Galler Volksblatt, 6. September 1890

Die Ostschweiz, 8. September 1890

St. Galler Volksblatt, 10. September 1890

Der Bund, Band 41, Nummer 250, 10. September 1890

Letzte Bearbeitung: 21.12.2025, markus weidmann

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