Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz
Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:
1933, 21. bis 22. Juni: Überschwemmungen, Rutschungen und Murgänge in 8 Kantonen infolge von Gewittern und Wolkenbrüchen. Schäden wurden in folgenden Kantonen notiert:
- Glarus (Linthtal)
- Graubünden (Oberland)
- Uri (Schächen- und Reusstal)
- Schwyz (vom Muotatal über die Sihlregion bis in die March)
- Nidwalden
- Zug
- Zürich (durch Sihl, Töss und Thur)
- Thurgau (Murg und Thur).
Quelle
Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
Medienberichte zum Ereignis
Neue Berner Zeitung, Band 15, Nummer 145, 24. Juni 1933
Konstanz, 23. Juni. ag. (Wolff). Die anhaltenden Regenfälle haben im ganzen Bodenseegebiet zu grossen Ueberschwemmungen geführt. Der Spiegel des Sees ist über Nacht um zehn Zentimeter gestiegen. In Konstanz trat der Grenzbach über die Ufer und überschwemmte die Gemüsegärten im Stadtteil Paradies. Auch entlang dem ganzen Gebiet des Untersees richteten Ueberschwemmungen Schaden an. In den an den Bächen stehenden Häusern stehen die Keller unter Wasser.
In Rielasingen drang das Wasser in die Scheunen, Ställe und Keller und der Bach strömt als reissender Fluss mitten durch das Dorf. Besonders schwer heimgesucht wurde der Bezirk Stockach. Die Winterspürer Aach wurde zum reissenden Fluss und überschwemmte weite Wiesengelände und Obstanlagen. Verheerend war das Hochwasser der vereinigten Winterspürer Aach und Stockacher Aach bei Nenzingen. Viele Keller mussten geräumt werden. Im Bezirk Ueberlingen trat die Seefelder Aach über die Ufer und überflutete die benachbarten Wiesen. Im Ueberschwemmungsgebiet reicht das Wasser vereinzelt bis zu den ersten Stockwerken der Häuser.
der Bericht in e-newspaperarchives
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

