Unwetter 1956 · Appenzellerland · GL/GR/SG

Unwetter im Appenzellerland, 1956

Medienbericht zum Ereignis

Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1896, 2. Juli 1956 Ausgabe 02

Unwetter über Appenzell. Appenzell, 1. Juli, ag Ein Gewitter mit ausserordentlich heftigen Niederschlägen zog am Sonntagnachmittag über Appenzell hinweg, wobei namentlich der Grengelbach aussergewöhnliches Hochwasser führte.

Beim Versuch, im Unterrain einige vom Wasser bedrohte Kaninchen aus dem Stall zu retten, wurde der 34jährige Feuerwehrmann Josef Hersche, Brauereiarbeiter in Appenzell, vom reissenden Bach fortgeschwemmt, bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte. Der Verunglückte hinterlässt Frau und vier kleine Kinder. Seine Leiche konnte noch nicht gefunden werden.

Ein weiterer mit Hersche in den Bach gefallener Feuerwehrmann konnte sich über Wasser halten und nach kurzer Strecke am Ufer retten. In einem an der Unfallstelle vom Wasser überfluteten Geflügelstall sind rund zweihundert Hühner ertrunken. In der Nähe ging ein Erdschlipf auf die Bahnlinie Appenzell – Weissbad nieder, der den Ausfall von zwei Zügen auf dieser Strecke zur Folge hatte.

der Bericht in e-newspaperarchives

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

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