“Zuo Fläsch in der Herrschafft Meyenfelt ist im dorf ein erschrockenliche rüfi mit so grosser ungestümigkeit inbrochen, dass sich im dorf iederman des läbens verwägen. Es was dergstallt ein grusams tosen in lüfften, dass die bergen erhallend, darzuo gieng es streng zuo mit weyen vnd haglen.
Herr Bartlome Anhorn, so sölichi rüfi der lengi nach beschryben, hat selber ein stein abgmässen, so dise rüfi zuohergluert, so 30 schuoch lang ist. Es stund obgemelter gmeind unussprechlicher groser schrecken, schaden, iamer und ellend zuo. Obgemelter H. Bartli ward durch ein engel und die gmeind durch ein cläglichs gschrey gwarrnet.“
Quelle
Hans Ardüser’s Chronik. In: Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden. Band: 16 (1870-1871)
grausames Tosen in den Lüften
«Zu Fläsch (…) ist ein erschrecklicher Rüfi mit grossem Ungestüm ins Dorf eingebrochen, so dass jedermann glaubte, ums Leben zu kommen. Es war ein so grausames Tosen in den Lüften, dass die Berge erhallten; überdies herrschte starker Wind und Hagel. Es entstund genannter Gemeinde grosser Schrecken, Schaden, Jammer und Elend daraus. Der grösste Stein dieser Rüfi war 30 Fuss lang.»
Quelle
Buck, D.: Stürzende, gleitende und fliessende Gesteinsbewegungen in der Schweiz. Beigabe zum Jahresbericht der Stiftsschule Maria-Einsiedeln im Studienjahre 1920/21. Verlagsanstalt Benziger, Einsiedeln, 1921.
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann


