Am 6. Juni 1770 löste sich oberhalb des Weilers Monbiel (Klosters) eine Rutschung mit einem Volumen von rund 70’000m3. Sie bewegte sich mit hoher Geschwindigkeit zu Tal und zerstörte 13 Häuser, 27 Ställe und 7 Speicher. 17 Personen – ein Drittel der damaligen Monbieler Bevölkerung – wurden getötet. Nur fünf davon konnten aus den Schuttmassen geborgen werden.
Anmerkung: In älteren Beschreibungen des Ereignisses wird von einem Bergsturz gesprochen; gemäss neueren geologischen Untersuchungen handelt es sich aber um eine rasch ablaufende Rutschung.
Quelle / Literatur
- Amt für Wald Herrschaft, Prättigau, Davos, Gefahrenkommission 3: Gefahrenzonen Klosters-Serneus: Massenbewegungen Gotschnahang und Monbiel. Geologischer Bericht. 10. Mai 2004. download
- Blumenthal, Dr. M. M.: Der Bergsturz von Monbiel bei Klosters aus dem Jahre 1770 und die geologische Beschaffenheit seines Gehänges. Bündnerisches Monatsblatt. Nr. 4; April 1925. download
Medienbericht zu den Rutschungen im Raum Monbiel
Eidgenössische Zeitung, Nummer 155, 6. Juni 1850
Graubünden. Die Ortschaft Mombiel hinter Klosters steht in gleicher Gefahr wie Felsberg. Es vermehrt sich auch dort zusehends die Gefahr eines Bergsturzes oder Bergschlipfes. Der Boden zerklüftet immer mehr und das Wasser unterhöhlt ihn. Genannte Ortschaft wurde schon einmal zu Ende des Vorigen Jahrhunderts ganz verschüttet.
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann