Unwetter 1821 · Kanton St. Gallen · GL/GR/SG

Unwetter im Kanton St. Gallen, 1821

Medienbericht zum Ereignis

Der Erzähler, 17. August 1821

Die neue Bündner Strasse ob Ragatz ist weggeschwemmt und die Verbindung mit Graubünden unterbrochen. Vom Schollberg nid sich bis an den Hirzensprung, in den weiten Ebenen gegen Grabs , Gams, Sax und Vorsteck ist nur ein See zu sehen, aus welchen die Dörfer Räfis , Burgerau, Haag und Salez wie Inseln emporragen.

Am 12 ten erscholl vom frühen Morgen an allenthalben die Sturmglocke. Neue, starke, breite Wuhren warf der gewaltige Rhein vor sich hin. Die Nachrichten vom Rheinthal sind wenig tröstlicher; zu Diepoldsau spühlte der Fluss Wuhr und Damm auf 300 Fuss breit weg und strömte Landeinwärts .

Die Verheerung am rechtseitigen Ufer ist eben so schauervoll; zu Gaissau ertranken 3 Männer. Man will die grosse Aachbrücke bey Bregenz weggeschwemmt wissen; der Wasserstand des Sees ist zwischen jenem von 1816 und 1817. Am 16. ward der Rhein beträchtlich gefallen, und die Gemeinde Alten Rhein in ihren neuen Befestigungen noch unversehrt.

der Bericht in e-newspaperarchives

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

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