St. Galler Zeitung, 11. Februar 1846
In der Nacht vom 4. auf den 5. d. M. stürzte der im Tobel, hinter Gonzenbach, die „Guggenlochmühle” überhangende Fels unter dumpfem Krachen ein, überschüttete die Scheune, begrub unter hoher Last sechs Wagen, sieben Pferde, sechs Schweine und beschädigte noch einen Teil des vom Müller und seiner Familie bewohnten Hauses.
Zum Glücke war das Vieh in einem andern Stalle, und bei nur sehr unbeträchtlicher Erweiterung des Felssturzes wären auch alle Bewohner der Mühle unrettbar verloren gewesen. Den Schaden welchen der Eigenthümer genommen hat, schätzt man auf beiläufig 6000 bis 7000 fl.
Zürcherische Freitagszeitung, Nummer 7, 13. Februar 1846
In der Nacht auf den 5. Februar löste sich ein Fels ob der Guggerlochermühle zwischen Lüthisberg und Gonzenbach ab, und verschüttete Stallung und Remise mit 7 Pferden und 6 Schweinen. Felsblöcke liegen ganz nahe am Wohnhause.
Der Wahrheitsfreund, 20. Februar 1846
Am Mittwoch waren 137 Mitglieder anwesend. Es wurden zuerst einige Petitionen erledigt. Zu diesen gehörte auch die Bitte des durch den Felsensturz bei Gonzenbach verunglückten Müllers Zuber um eine Unterstützung, worüber man einige Zeit diskutirte. Hr. Reg. Rath Falk bemerkte unter Anderm, es sei kaum denkbar, dass sich der Fall in unserm Kanton sobald wieder ergebe, wo Felsen stürzen. Hr. Reg. Rath Fels aber erwiderte wohlbegründet, dass solche Fälle nicht gar selten sein dürften. Beschlossen wurde, dem Zuber eine Unterstützung von 500 fl. (nebst den 500 fl. aus der Hülfskassa) aus dem Staatsseckel zukommen zu lassen.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

