

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz
Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“:
Überschwemmungen in der ganzen Nordschweiz, verursacht durch Wolkenbrüche und gewaltige Regengüsse.
- Glarus: Ausgedehnte Überschwemmungen unter anderem in Mollis. Weitere Schadenorte unbekannt.
- St. Gallen: Verheerendes Thurhochwasser schon im Obertoggenburg. Dazu kamen Überschwemmungen und Rutschungen in der Gaster und von St. Gallen bis zum Bodensee durch die Steinach.
- Appenzell und Thurgau: Hochwasser der Sitter, Thur und ihrer Zuflüsse.
- Uri: Wassernot in Flüelen durch den Gruonbach; Felssturz im Bannwald ob Altdorf.
- Schwyz: Wasser- und Rutschungsschäden in der March und Gaster sowie im Wäggital.
- Nidwalden: Verheerungen durch die Engelberger Aa und derer Nebenbäche. Die Stanser Ebene wurde völlig unter Wasser gesetzt. In Hergiswil wütete der Steinibach, in Beckenried der Lielibach.
- Obwalden: Murgänge und Ausbrüche der Grossen und Kleinen Schliere.
- Luzern: Überschwemmungen durch die Reuss, Emme und andere Bäche. Schwerpunkte waren das Entlebuch und die Regionen Willisau, Malters, Luzern, Hochdorf und Sursee.
- Zug und Aargau: Wasserschäden durch die Reuss und Biber.
- Zürich: Zerstörendes Hochwasser von Sihl, Thur und Töss. Der Sihlpegel bei Zürich ergab eine Wassermenge von 7 44 m3/s.
- Bern: Verwüstungen (genaue Jahreszeit unsicher) durch die Gürbe und die Brienzer Wildbäche, « … der Trachtbach zu Brienz riss Gebäude, Menschen und Tiere mit sich … ».
- Waadt: Ausbrüche der Baye de Clarens (genaue Jahreszeit unsicher).
Quelle
Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991. download
Elementarschäden und Versicherung
23. August 1846: Grosse Wasserverheerungen in zahlreichen Kantonen. Im Kanton St. Gallen wurden speziell die Bezirke Rorschach und Obertoggenburg, auch Gaster, See und Wil betroffen. Der berücksichtigte Schaden betrug fl. 124’000. Daran wurden an Unterstützungen fl. 16’922.42 geÌeistet, wovon fl. 10’000 der Staatskasse entnommen wurden. Zwischen Uznach und Weesen entstanden durch das Hochwasser 30 bis 40 Erdrutschungen.
Quelle
Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherungen. 1. Band. Bern, 1936.
Medienberichte zum Ereignis
St. Galler Zeitung, 26. August 1846





Bericht 2 in e-newspaperarchives
Der Wahrheitsfreund, 4. September 1846

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

