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- Wo löste sich der Felssturz?
- Welches Volumen hatte der Felssturz?
- Gab es Vorzeichen?
- Gab es Nachstürze?
- Was geschieht heute im Felssturzgebiet?
Wo löste sich der Felssturz?
In einer 200 Meter hohen Felswand oberhalb der Lokalität Haltengut.
Welches Volumen hatte der Felssturz?
Annähernd eine Million Kubikmeter.

Gab es Vorzeichen?
Am 29. Juli 1855 gingen mehrere kleinere Felsabstürze nieder (diese wurden möglicherweise durch die Erdbeben vom 25. Juli 1855 in Visp ausgelöst).
Gab es Nachstürze?
Nach dem Ereignis erfolgten wiederholt kleinere Nachstürze, so z. B. im Sommer 1912. Möglicherweise ist auch ein Ereignis, das 1904 im Täglichen Anzeiger für Thun und das Berner Oberland beschrieben wird, ein Nachsturz:
«Glarus. Unheimlich. An dem Haltengut bei Netstal lösten sich jüngst Felsblöcke ab. Ein zirka 70 Zentner schwerer Block jagte dem Stalle zu, wo sich gerade der Pächter befand, während dessen Frau sich ausserhalb bei weidendem Vieh aufhielt. In wildem Satze übersprang der Geselle den zum Schutze beim Stalle befindlichen großen Stein und legte sich dann wenige Meter vom Stall entfernt nieder, ohne Schaden verursacht zu haben.»
der Bericht in e-newspaperarchives
Was geschieht heute im Felssturzgebiet?
Seit den späten 1940er-Jahren baut die Haltengut AG im Felssturzgebiet den Fels ab. Daraus stellt sie mineralische Produkte aus lokalen und regionalen Abbaustellen für Asphalt, Beton, Hoch-/Tiefbau, Gestaltung und Hochwasserschutz her.
Quelle
Oberholzer, J. (1933): Geologie der Glarneralpen. – Beitr. geol. Karte Schweiz [N.F.] 28. download
Literatur
Ausführlicher Bericht zu diesem Felssturz in: Gabriel Freuler: Geologische Untersuchungen in der Mürtschengruppe (Kt. Glarus). 1925. Mit 22 Tafeln. Dissertation Zürich.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

