Emmenthaler Bote, Nummer 81, 9. Oktober 1856
In der Nacht vom 1. auf den 2. dies schwoll durch Föhn und heftige Regengüsse der Sernft so stark an, dass er an mehreren Orten über das Ufer trat und vieles Unheil anrichtete. Die Gemeinde Elm – so wird der „Glarner- Ztg. geschrieben – litt grossen Schaden, indem der Waldstrom nicht bloss das Land mit Schutt überführte, sondern an einzelnen Stellen Grund und Grat wegspülte und in Wüsten verwandelte. Auch Erdschlipfe verwüsteten an mehreren Stellen die schönsten Gitter und Pflanzboden.
In der Alp Jätz rutschte ein solcher Erdschlipf ins Thal hinunter, und zwar gerade an der Stelle, wo sich eine Herde Schafe gelagert hatte, und riss 30 – 40 Stück mit sich fort. Man fand die meisten todt, einige stark beschädigt. In Matt schwemmte der Krauchthalbach einen Floss Holz mit circa 700 Klafter dem Sernft zu. In Engi durchbrach der zum Strome angeschwollene Sernft die neuen Dämme und verwüstetete grosse Strecken neu urbarisirtes Land. Besonders traf es die Herren Jenni u. Komp., indem es ihnen eine beträchtliche Strecke solches Land zerstörte und drei grosse Rundbeigen Holz wegschwemmte.
der Bericht in e-newspaperarchives
St. Galler Zeitung, 7. Oktober 1856



Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

