Am 26. Juli 1870 ging in Davos-Platz die Alberti-Rüfe nieder. Oberingenieur F. von Salis schrieb 1880 über dieses Ereignis:
«Ein sehr heftiger Gewitterregen schwellte den Alberti-Bach zu fürchterlichem Strome an, so dass Steine von 10 Kubikmeter und mehr bis in die Nähe der neuen Strasse getragen und dieser nebst dem anliegenden Privat-Boden grosser Schaden zugefügt wurde, da die Richtung der Hauptentleerung gegen den Platz sich wendete.
Grosse Gneiss-Blöcke wurden ohne sichtbare Wasserwirkung anscheinend trocken aus dem Rinnsale herausgewirbelt und rollten den Abhang herab, so dass die Bewohner des alten Pfarrhauses sich in jenem Baue nicht mehr sicher glaubten.
Wenn auch eine Menge der besten Bausteine, Sand und Kies — eine erwünschte Beigabe für die vielen späten Bauten auf Davos — bei jener Gelegenheit in die nächste Nähe der Strasse geschafft worden sind, so gab diese Catastrophe doch directe Veranlassung zu ernstlichen Massregeln und wurde unter Berathung des cantonalen Bau-Personals die Verbauung des Wildbaches beschlossen und sofort auch in Ausführung gesetzt.»
Am 26. Juli 1870 gingen nicht nur die Alberti-Rüfe, sondern auch die Bildje– und Guggerrüfe nieder.
Quellen
- Salis, F. v.: Verbauung des Alberti-Baches auf Davos. Zeitschrift “Die Eisenbahn”, Band 12/13, 1880. download
- Amtsblatt des Kantons Graubünden (1847-1934) 1870, S. 317. In: Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherung. Band II, Bern, 1936.
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann


