Am 7. April 1904 ereignete sich am Falknis ein Felssturz. Hoch oben in den Wänden des Glegghorns löste sich eine Felsenpartie und stürzte mit donnerndem Krachen ins Gleggtobel hinunter. Als die Felsmasse mit einem geschätzten Volumen von etwas mehr als 1’000 m3 im Tobel aufschlug, entstand eine «ungeheure schwarzgeballte Staubwolke». Das Ereignis bewirkte Schäden im unterliegenden Wald.
In der Nähe der Sturzbahn befanden sich die Quellenfassungen von Maienfeld und Luzisteig, welche jedoch «… drohender Gefahr entgangen sind.» Ein paar Tage später gingen am Glegghorn mehrere Lawinen nieder.
Medienbericht zum Ereignis
Der Bund, Band 52, Nummer 100, 11. April 1901
Letzten Donnerstag abends 6 ½ Uhr ereignete sich am Falknis ein mächtiger Felssturz. Hoch oben an den Gleckhornwänden löste sich eine Felsenpartie ab und stürzte mit donnerndem Krachen hinunter ins Glecktobel, unter ihrem Sturze den Wald begrabend.
Als die Felsmasse, deren Mächtigkeit auf über 1000 Kubikmeter geschätzt wird, im Tobel auffiel, stieg eine ungeheure schwarzgeballte Staubwolke empor, geschleudert wie aus einem Krater, und verbreitete sich langsam bergwärts und nach der Tiefe.
In der Nähe des Aufschlagortes der Felstrümmer befinden sich die Quellenfassungen von Maienfeld und Luzisteig, die indes drohender Gefahr entgangen sind. So wird die Schädigung des Naturereignisses, das in der Dehnungskraft schmelzender Eismassen seine Begründung findet, sich glücklicherweise auf die Niederwerfung einer Waldpartie beschränken. — Am Montag fielen am genannten Berg mehrere Lawinen.
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

