Unwetter 1932 · Kanton St. Gallen · GL/GR/SG

Unwetter im Kanton St. Gallen, 1932

Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 8. bis 20. Juli 1932. Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. download Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz Gerhard Röthlisberger schreibt

Abbildung zu «Unwetter im Kanton St. Gallen, 1932»
Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 8.
Ort und Stärke der Unwetterschäden vom 8. bis 20. Juli 1932. Quelle: Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. download

Das Unwetter in der Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz

Gerhard Röthlisberger schreibt in seiner „Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz“: Anhaltend starke Niederschläge und Gewitter führten zu zahlreichen Überschwemmungen und Rutschungen in 18 Kantonen. Die Schäden waren gravierend, jedoch nicht katastrophal.

Quelle

Röthlisberger, Gerhard: Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz. Berichte der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Nr. 330, 1991.

Elementarschäden und Versicherung

8. bis 10. Juli 1932. Zweitägige, anhaltende Regenfälle führten in mehreren Gemeinden zu Überschwemmungen und Rutschungen. Die erhobenen Schäden verteilen sich nach betroffenen Gemeinden wie folgt:

Hemberg Fr. 6’320

Oberbüren Fr. 3’000

Eggersriet Fr. 1’000

Häggenschwil Fr. 2’000

Der Gebäudeschaden wurde von der kantonalen Gebäudeversicherungsanstalt vergütet, an die übrigen Schäden leistete der Schweizerische Fonds Fr. 1240 (Bericht B. V. A. 1932, S. 25. – Fondsmaterialien. – Neue Zürcher Zeitung, Nr. 1299 und 1308, vom 11. und 12. Juli 1932).

Quelle

Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherungen. I. Band. Bern, 1936.

Medienbericht

Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1299, 11. Juli 1932

Hochwasser. St. Gallen, 10. Juli. Durch den Regen, der seit 48 Stunden ununterbrochen gefallen ist, sind die Bäche in der Gegend von St. Gallen ausserordentlich stark angeschwollen. So führt die Steinach, ein sonst harmloser Bach, der mitten durch St. Gallen – in der Stadt selbst ist er allerdings zugedeckt – zieht, Hochwasser. Er ist zum reissenden Strom geworden, und im Mühleckquartier droht er über das Ufer zu treten.

Schon am Samstag musste die Feuerwehr in einem am Bache gelegenen Hause Wasser aus dem Keller pumpen. Imposant ist der Anblick der rauschenden Steinach beim 70 Meter hohen Absturz von der Mühleck in die Stadt hinab, wo das Wasser einen einzigen, mächtigen Wasserfall bildet.

der Bericht in e-newspaperarchives

Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

Videos zum Thema

Literatur zum Thema

Weitere Ereignisse dieser Art

  • Der unterspülte Abschnitt der Autobahn A13.

    Unwetter 2024 · Misox · GR

    2024 Misox GR

    Am Freitag, 21. Juni 2024 führten intensive Niederschläge im Misox zu Murgängen und Überschwemmungen. Dabei traten mehrere Bäche über die Ufer. Im…

  • Unwetter 2019 · beide Seiten des San-Bernardino-Passes · GR

    2019 San Bernardino GR

    Auf beiden Seiten des San-Bernardino-Passes – sowohl im oberen Misox als auch im Rheinwald – führte das Unwetter zu Schäden an Landwirtschaftsland,…

  • Abbildung zu «Unwetter im Kanton Graubünden, 2005»

    Unwetter 2005 · der gesamte Alpennordhang zwischen der Sarine und dem Alpenrhein · GL/GR/SG

    2005 Kanton Graubünden

    Während des Unwetters vom 21./22. August 2005 entstanden gesamtschweizerisch erfassbare Schäden von rund drei Milliarden Franken. Am stärksten betroffen waren die Kantone…

Alle 107 anzeigen →