15.-17. Juli 1933. Anhaltende Regengüsse über verschiedenen Kantonsteilen. Hochwasser der Tamina bei Pfäfers; dasselbe erforderte neue Verbauungen. Auch die Linth brachte Hochwasser. In Weesen wurden die Seepromenade und der Churfirstenpark 30 bis 50 cm hoch überschwemmt.
Der Bodensee zeigte am 17. Juli am Pegel zu Rorschach den ausserordentlichen Wasserstand von 4,97 m. In Lütisburg kam es zu einem Erdschlipf, durch welchen ein Gebäude betroffen wurde; Schaden Fr. 400 (Amtsbericht 1933, S.141. – Bericht B. V. A. 1933, S.27. – Neue Zürcher Zeitung, Nr. 1312, vom 18. Juli 1933).
Quelle
Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungsverbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschadenversicherungen. Bearbeitet von H. Lanz-Stauffer, Verbandsdirektor Dr. jur. Curt Rommel, Abteilungsvorsteher in Bern. I. Band. Im Selbstverlag des Rückversicherungsverbandes, Bern, 1936
Medienbericht
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1312, 18. Juli 1933 Ausgabe 03
Weesen, 18. Juli. (Korr.) Durch den anhaltenden und ausgiebigen Regenfall der letzten Tage im St. Galler Oberland und Glarnerland führt die Linth gegenwärtig Hochwasser. Auch der Walenseespiegel ist um einige Meter gestiegen. Seit Samstag stehen in Weesen die Seepromenade und der neuangelegte Kurfürstenpark 30 bis 50 cm unter Wasser.
St. Gallen, 17. Juli. Infolge der sehr starken Schneeschmelze in den höhern Bergregionen während der letzten Woche und der grossen Regenfälle vom Freitag bis Sonntag ist der Wasserstand des Bodensees in den 48 Stunden zwischen dem Samstag und Montag um 41 Zentimeter gestiegen. Der Pegelstand in Rorschach hat 4.97 Meter erreicht und kommt damit der Ueberflutungsgrenze von 5 Meter bedrohlich nahe.
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Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

