Im Oktober 1937 ging an den Tschingelhörnern östlich des Martinslochs ein Felssturz nieder. Rund 1500 Kubikmeter Gestein brachen aus dem Gebirge und stürzten auf die glarnerische Seite des Passweges ab.
Medienberichte zum Ereignis
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1808, 9. Oktober 1937
Felssturz am Segnespass. Elm (Glarus), 8. Okt. ag. Am Segnespass ist ein Felssturz niedergegangen. Aus dem Grate der Tschingelhörner, östlich vom Martinsloch, ist eine Gesteinsmasse von mindestens 1500 Kubikmeter herausgebrochen und gegen die glarnerische Seite des Passweges abgestürzt.
Der Passweg ist mit groben Trümmermassen zugedeckt und seine Begehung daher sehr erschwert. Man rechnet damit, dass nochmals 500 bis 1000 Kubikmeter Fels abstürzen werden, wahrscheinlich gegen die Bündner Seite. Der Abstieg vom Grossen Tschingelhorn zum Segnespass scheint durch den Felssturz abgeschnitten zu sein, da der Grat jetzt eine senkrechte Wand von 50 Metern aufweist.
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1831, 12. Oktober 1937 Ausgabe 03

Der Felssturz am Grossen Tschingelhorn. Das Bild zeigt im Vordergrund die Tschingelkörner am Segnespassweg ob Elm (Kt. Glarus), im Hintergrund die Sardona und den Piz Segnes.
Links vom Grossen Tschingelhorn (durch Schneeflecken fũhrend) der Segneshass mit Passhöhe, schräg rechts darũber die Felsbastion (mit x bezeichnet), die abgebrochen ist; 1500 m Fels stũrzten auf die Glarnerseite des Passes und verschũtteten den Passweg. Photo Brunner.
der Bericht in e-newspaperarchives
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

