Schäden in Casaccia, Vicosoprano, Stampa, Bondo, Soglio, Castasegna sowie in Soglio Castasegna Galerie Stoll. Gesamtschaden (exklusive Schäden an der Kantonsstrasse): Fr. 47’951.00.
Quelle
Gianott, S.: Castasegna: alluvione del 18 luglio 1953. Quaderni grigionitaliani, Band 23 (1953-1954), Heft 1. download
Medienberichte zum Ereignis
Neue Zürcher Nachrichten, Nummer 166, 20. Juli 1953 Ausgabe 02
St. Moritz. Ein heftiges Gewitter hat in der Nacht auf den Sonntag das Bergell heimgesucht. Oberhalb Casaccia in der Nähe der alten Kirche San Gaudenzio löste sich eine grosse Rüfe, die die Talstrasse verschüttete und Kulturschäden anrichtete.
Im Laufe der Nacht trat auch die Maira über die Ufer und überschwemmte weite Gebiete bei Casaccia, Löbbia und Vicosoprano. Bei Bondo verursachte die Bondasca ebenfalls Kulturschäden.
Oberhalb Castasegna hat der Bergbach Caroggia die Talbrücke weggeschwemmt und die Telephonkabel sowie die Wasserleitung beschädigt.
Castasegna war am Sonntag von jeder Verbindung mit dem obern Teil des Tales abgeschlossen und ohne Trinkwasser. Der ganze untere Teil des Tales ist seit Samstagabend ohne Licht. Der Personenautoverkehr wurde am Sonntag durch Umsteigen bei Casaccia und oberhalb Castasegna aufrechterhalten. Die Strassenräumungsarbeiten sind überall in vollem Gange. Bei Castasegna ist mit einem längeren Unterbruch zu rechnen, da eine provisorische Brücke erstellt werden muss.
der Bericht in e-newspaperarchives
Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1685, 20. Juli 1953 Ausgabe 03
Die Unwetterschäden im Bergell. St. Moritz, 20. Juli, ag Am Sonntagabend konnte die Telephonverbindung mit dem unteren Teil des Bergells wiederhergestellt werden. Die Wasserleitung oberhalb Castasegna wurde provisorisch repariert. Dagegen ist Bondo immer noch ohne Trinkwasser, da die Bondasca die Wasserleitung ebenfalls zerstört hatte. In Promontogno wurde der Zulaufstollen des Elektrizitätswerkes mit Geschiebe gefüllt, so dass die Zentrale ausgeschaltet werden musste. Man hofft, den Schaden bis am Montagabend beheben zu können.
Die Strassenräumungsarbeiten in Casaccia sind so weit fortgeschritten, dass man mit der Wiederaufnahme des Verkehrs von Maloja bis Promontogno in den ersten Stunden des Montagnachts rechnet. Dagegen wird die Erstellung einer Notbrücke oberhalb Castasegna einige Tage in Anspruch nehmen, da auch ein Widerlager der zerstörten Brücke stark beschädigt wurde. Auch die Gegend von Chiavenna unweit der Schweizer Grenze wurde vom Unwetter schwer heimgesucht.
Unterhalb Chiavenna zerstörten die Wassermassen eine Eisenbahnbrücke und einige Häuser. Menschenopfer sind keine zu beklagen. Dagegen gingen etliche Stück Vieh verloren. In Ville di Chiavenna entstanden Strassen- und Gebäudeschäden. Zwischen Chiavenna und der Schweizer Grenze wurde die Strasse durch Rüfenniedergänge verschüttet. Nachdem rund 200 Arbeiter für die Strassenräumungsarbeiten eingesetzt wurden, konnte der Verkehr zwischen Castasegna und Colico am Comersee am Montagvormittag wieder auf genommen werden.
der Bericht in e-newspaperarchives
Freiburger Nachrichten, 20. Juli 1953
Verkehrsunterbruch im Oberengadin. St. Moritz, 19. Juli. ag. Ein heftiges Gewitter suchte in der Nacht auf den Sonntag das Bergell heim. Oberhalb Casaccia in der Nähe der alten Kirche San Gaudenzio löste sich eine grosse Rüfe, die die Talstrasse verschüttete und Kulturschäden anrichtete. Im Laufe der Nacht trat auch die Maira über die Ufer und überschwemmte weite Gebiete bei Casaccia, Loebbia und Vicosoprano. Bei Bondo verursachte die Bondasca ebenfalls Kulturschäden.
Oberhalb Castasegna hat der Bergbach Caroggia die Talbrücke weggeschwemmt und die Telephonkabel sowie die Wasserleitung beschädigt. Castasegna war am Sonntag von jeder Verbindung mit dem obern Teil des Tales abgeschnitten und ohne Trinkwasser. Der ganze untere Teil des Tales ist seit Samstagabend ohne Licht. Der Postautoverkehr wurde am Sonntag durch Umsteigen bei Casaccia und oberhalb Castasegna aufrechterhalten. Die Strassenräumungsarbeiten sind überall in vollem Gange. Bei Castasegna ist mit einem längeren Unterbruch zu rechnen, da eine provisorische Brücke erstellt werden muss. Zwischen Sils und Maloja gingen in der Nacht auf den Sonntag infolge anhaltender Regenfälle einige Rufen nieder, so dass die Strasse an mehreren Stellen unterbrochen wurde. Im Laufe des Sonntagvormittags konnte der durchgehende Verkehr zwischen St. Moritz und Maloja wieder aufgenommen werden.
der Bericht in e-newspaperarchives
Neue Zürcher Nachrichten, Band 49, Nummer 167, 21. Juli 1953
Die Unwetterschäden im Bergell. St. Moritz, ag. Am Sonntagabend konnte die Telephon Verbindung mit dem untern Teil des Bergells wieder hergestellt werden. Die Wasserleitung oberhalb Castasegna wurde provisorisch repariert; dagegen ist Bondo immer noch ohne Trinkwasser, da die Bondasca die Wasserleitung ebenfalls zerstört hatte. In Promontogno wurde der Zulaufsstollen des Elektrizitätswerkes mit Geschiebe gefüllt, so dass die Zentrale ausgeschaltet werden musste. Die Strassenräumungsarbeiten in Casaccia sind soweit fortgeschritten, dass man mit der baldigen Wiederaufnahme des Verkehrs von Maloja bis Promontogno rechnet. Dagegen wird die Erstellung einer Notbrücke oberhalb Castasegna einige Tage in Anspruch nehmen, da auch ein Widerlager der zerstörten Brücke stark beschädigt wurde. Auch die Gegend von Chiavenna unweit der Schweizergrenze wurde vom Unwetter schwer heimgesucht.
Unterhalb Chiavenna zerstörten die Wassermassen eine Eisenbahnbrücke und einige Häuser. Menschenopfer sind keine zu beklagen. Dagegen gingen etliche Stück Vieh verloren. In Ville di Chiavenna entstanden Strassen- und Gebäudeschäden. Zwischen Chiavenna und der Schweizergrenze wurde die Strasse durch Rüfeimiedergänge verschüttet. Nachdem rund 200 Arbeiter für die Strassenräumungsarbeiten eingesetzt wurden, konnte der Verkehr zwischen Castasegna und Colico am Comersee am Montagvormittag wieder aufgenommen werden.
der Bericht in e-newspaperarchives
Letzte Bearbeitung: 16.12.2025, markus weidmann

