Am 8. August 2004 löste sich am «Al Gal» auf etwa 2’600 Metern über Meer ein Felssturz. In eine imposanten Staubwolke gehüllt, stürzte das Material talwärts. Den Talgrund erreichte es jedoch nicht – der grösste Teil blieb auf 1’500 bis 2’200 Metern über Meer liegen. Auf Fotos sieht man eindrücklich, wie der zerklüftete «Al Gal» allmählich talwärts zerfällt.
Den Namen Gal (Gallo, Hahn) gab man dem Berg einst wegen eines markanten Felsvorsprungs im Gipfelbereich. Seit dieser Vorsprung vor längerer Zeit zu Tal stürzte, ist der Hahn kopflos).
Am 29. August 2007 gingen starke Regenfälle über dem «Al Gal» nieder. Das im Hang liegende, lockere Felssturzmaterial von 2004 wurde vom Wasser durchtränkt, setzte sich in Bewegung und wälzte sich als Murgang zu Tal. Dieser verschüttete die Kantonsstrasse zwischen Vicosoprano und Borgonovo. Im August 2012 löste sich ein weiterer Murgang aus dem Felssturzmaterial und deckte die Kantonsstrasse zu.
Quelle
Der Felssturz am «Al Gal», 2004. Ausstellung Pro Natura. download
Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

