Felssturz 2005 · im Murgtal, Raum Fuchslaui · SG

Felssturz im Murgtal, 2005

Auf dieser Seite Wieviel Gestein löste sich oberhalb der Fuchslaui im Murgtal? Wo befindet sich die Ausbruchstelle? Wie gross war der grösste Block? Welche Sprungbahn nahm der Block? Wie rasch bewegte sich der Block? Welche Folgen hatte das

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Wieviel Gestein löste sich oberhalb der Fuchslaui im Murgtal?

Rund 1‘000 m3.

Aufschlag- und Rollspuren eines der abgestürzten Felsblöcke.
Aufschlag- und Rollspuren eines der abgestürzten Felsblöcke.
Dieser grosse Block (45 m 3 ) rollte über die Strasse und kam neben der Strasse zum Stillstand.
Dieser grosse Block (45 m3) rollte über die Strasse und kam neben der Strasse zum Stillstand. Blick von oben
Dieser grosse Block (45 m 3 ) rollte über die Strasse und kam neben der Strasse zum Stillstand.
Dieser grosse Block (45 m3) rollte über die Strasse und kam neben der Strasse zum Stillstand. Blick von der Seite.

Wo befindet sich die Ausbruchstelle?

Die Ausbruchstelle liegt in der fast senkrechten Felswand oberhalb der Fuchslaui auf einer Höhe von 1‘480 m ü.M.

Abbildung zu «Felssturz im Murgtal, 2005»

Wie gross war der grösste Block?

Der grösste Block hatte ein Volumen von über 500 m3 und war quaderförmig. Dieser Block blieb in der Fuchslaui auf einer Höhe von 1150 m ü. M. liegen.

Welche Sprungbahn nahm der Block?

Die Sprungbahn des untersuchten und später nachsimulierten Blockes (45 m3) folgte anfänglich auch der Fuchslaui. Auf einer Höhe von 1180 m ü. M. traf er auf einen im Boden eingelassenen Block. Durch den Aufprall wurde der Sturzblock abgelenkt und bahnte sich einen Weg durch den Fichtenwald Richtung Alpstrasse.

Weiter unten, auf 1000 m ü. M., übersprang er die Strasse ein erstes Mal und blieb bei 985 m ü. M. in der Wiese stehen. In diesem Abschnitt wurden die Spuren vermessen. Bei Neigungen von 30 bis 35° traten Sprungweiten von 50 bis 60 m und Sprunghöhen von 7 bis 10 m auf. Im etwas flacheren Gelände von 20 bis 25° reduzierten sich die Sprungweiten auf 30 bis 40 m (die Sprunghöhen erreichten geschätzte 4 bis 6 m).

In den letzten etwa 50 m rollte der Block nur noch, jedoch nicht in einer geraden Linie oder in einem Bogen, sondern in einer Zick-zack-Linie. Der Block fiel von der einen Seite auf die andere, bevor er in der Wiese stehen blieb.

Wie rasch bewegte sich der Block?

Es wurden Startgeschwindigkeiten von 16 bis 18 m/s errechnet. Die Endgeschwindigkeiten betrugen im steileren Teil 28 bis 32 m/s und im flacheren Teil 21 bis 25 m/s.

Welche Folgen hatte das Ereignis?

Der Verbindungsweg ins Murgtal musste aus Sicherheitsgründen und zur Behebung der Schäden für einen Monat gesperrt werden.

Quellen

  • Werner Gerber: Naturgefahr Steinschlag – Erfahrungen und Erkenntnisse. WSL Berichte

Heft 74, 2019. download

  • «Die Südostschweiz» vom 17.10.2005

Letzte Bearbeitung: 17.12.2025, markus weidmann

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