Der Gotschna-Rutschhang südwestlich von Klosters liegt unterhalb des Gotschna-Grates. Die Rutschmasse ist rund drei Kilometer breit, zwei Kilometer lang und maximal 100 Meter mächtig. Ihre Fläche beträgt rund fünf Quadratkilometer. Sie bewegt sich im zentralen Teil mit bis zu 7 Zentimeter pro Jahr. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die RhB-Brücke bei Klosters Platz sowie der an die Brücke anschliessende Tunnel, der durch die Rutschmasse verläuft, stark in Mitleidenschaft gezogen.
Der Gotschna-Tunnel der Umfahrung Klosters verläuft tief im Berginneren in stabilem Fels – er unterquert also die aktive Rutschung.
Quelle
Münger, R.; Rageth, R.: Die Geologie des Gotschna-Rutschhanges. Strasse und Verkehr, Nr. 5, Mai 1994. download
Literatur
- Amt für Wald Herrschaft, Prättigau, Davos, Gefahrenkommission 3: Gefahrenzonen Klosters-Serneus: Massenbewegungen Gotschnahang und Monbiel. Geologischer Bericht. 10. Mai 2004. download
- Tomaso Lardelli: Geologie besser als erwartet. In: Umfahrung Klosters eröffnet. TBA Info Nr. 67, Dezember 2005. download
- Fasani, Luciano / Stalder, Ernst: Gotschnatunnel: Planung unter den Aspekten Geologie, Hydrologie, Betrieb und Umwelt. Schweizer Ingenieur und Architekt. Band 116 (1998), Heft 19. download
- Beat Sievers: Bestimmung von Verschiebungspunkten Bahnhof Klosters – Gotschnahang. Diplomvermessungskurs, 1980. download
- P.J.B.: Die Linienverlegung der Rhätischen Bahn in Klosters. Schweizerische Bauzeitung, Band 95/96 (1930), Heft 25. download
- Mohr, C.: Umbau der Landquartbrücke der Rhätischen Bahn in Klosters. Teil 1. Schweizerische Bauzeitung, Band 65 (1947), Heft 1. download
- Mohr, C.: Umbau der Landquartbrücke der Rhätischen Bahn in Klosters. Teil 2. Schweizerische Bauzeitung, Band 65 (1947), Heft 2. download
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann

