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Murgang in Casaccia, 1573
Brügger präsentiert in seiner Naturchronik der Schweiz folgende Informationen zum Ereignis:
“1573 in diesem Jahr soll auch ein Bergschlipf oder Rüfe (vallata) vom Septimer-Gebirge mehrere Höfe der Gemeinde Casaccia im Bergell bedeckt haben – wie solches nach 100 Jahren (Juli 1673) sich wiederholte.”
Anmerkung Brügger: nach Scheuchzer (itin. alp. Stoicheiogr. I., 138), “N. Sammler f. Bünden” (VII, 1812, S. 216), “Bündn. Volksbl.” (1831, S. 111).
Quelle
Brügger, C.G.: Beiträge zur Naturchronik der Schweiz, insbesondere der Rhätischen Alpen. Teil II. Naturchronik des sechzehnten Jahrhunderts. Beilage zum Programm der Bündnerschen Kantonsschule. Buchdruckerei Casanova, Chur, 1877.
Murgang in Casaccia, Juli 1673
Brügger präsentiert in seiner Naturchronik der Schweiz folgende Informationen zum Ereignis:
“1673 Im April, als der Schnee geschmolzen, insbesonderheit aber im Juli (Juni nach Ebel) bei stark eingefallenem Regen verschüttet eine Schlammrüfi das Dorf Casaccia am Fusse des Maloja und Septimer.
Schon vor 1 1/2 Jahrhunderten hat die Sache begonnen, indem schon damals viele Güter überführt wurden. Ein kleines Bächlein, welches vorher kaum genugsam schien, eine Wiese zu wässern, hat diese Materie von weisser blaulechter Erde mit unwidertreiblicher Gewalt fortgeschleppt und die meisten Häuser bis an die Dächer angefüllt (Scheuchzer, Stoicheiogr. I, 138). Dr. Ebel sah die Spuren dieser Verwüstungen noch nach 130 Jahren.
Anmerkung Brügger: Dr. J.G. Ebel, „Anleitung, auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen, 2. Aufl., Zürich 1804, II. Theil, S. 135, schreibt: “Im J. 1673 ergoss sich im Juni von den nächsten Bergen ein Schlammstrom auf Casaccia, füllte eine Menge Häuser ganz aus, und ging alles überwältigend weiter; man sieht jetzt noch Spuren davon.” – Im laufenden Jahrhundert hat sich am 28. Juli 1828 daselbst eine ähnliche Katastrophe wiederholt, indem sich Abends am mittäglichen Fusse des letzten Vorsprunges am Septimergebirge ein Bergstrom (Rüfe oder vallata) losriss, welcher die Häuser von Casatsch unter seiner furchtbaren Schuttmasse zu begraben drohte.“ (Bapt. v. Salis im B. Volksbl. 1831 No 14, “Ursachen der im Bergell durch Wildbäche entstandenen Zerstörungen” S. 211). Vgl. ferner “N. Samml.” VII, 1812, S. 216; Röder und Tscharner “Kt. Graubünden” 1838 S. 257; unsere Nat.-Chron. Beitr. II, Anmerk. 23.
Quelle
Brügger, C.G.: Beiträge zur Naturchronik der Schweiz, insbesondere der Rhätischen Alpen. Teil IV. Naturchronik des siebzehnten Jahrhunderts, zweite Hàlfte (1650-1700) Beilage zum Programm der Bündnerschen Kantonsschule. Buchdruckerei Conzett, Chur, 1881.
“Im Juli 1673 wurde ein Teil der Häuser von Casaccia plötzlich durch eine grosse Masse bläulichen Tons ausgefüllt, welche der dortige Bach hervorgestossen hatte. 100 Jahre früher bedeckte ein Schlipf eben desselben Bergs mehrere Höfe (siehe Scheuchzers Itin. Alp.)”
Quelle
Beschreibung des Tals Bergell. Der neue Sammler, ein gemeinnütziges Archiv für Bünden. Siebter Jahrgang. Chur, 1812. Seite 176.
Murgang in Casaccia, 19. Juli 1953
“Am 19. d. M. erlebt das obere Bergeil ein schweres Unwetter. Durch eine gewaltige Rüfe bei Casaccia und durch die Mera entsteht grosser Schaden.”
Quelle
Naturchronik für das Jahr 1953. Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden. Band 85 (1953-1955)
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann


