1867 (und auch 1868) kam es in Schuders zu Rutschungen. Ein Buchenwald wurde in die Tiefe gerissen, gutes Wiesland überführt, mehrere Gebäude mussten geräumt und abgebrochen werden.
1867/1868 löste sich einige hundert Meter westlich von Schuders eine Rutschung. Ein Buchenwald wird in die Tiefe gerissen; einige Gebäude mussten abgerissen werden.
1910 traten im Gebiet «Sapra» westlich von Schuders Phänomene auf, die eine grössere Rutschung ankündigten: Anrisse und Senkungen entstanden, starke Quellen versiegten oder wechselten den Ort ihres Austrittes.
Zwischen 1928 und 1934 wurde die Verbindungsstrasse Schiers – Schuders gebaut. Schon im Frühjahr 1935 traten westlich von Schuders erste Setzungen und Rissbildungen im Mauerwerk auf. Östlich der Strassenkehre in der Cresta riss eine Rutschung fünf Hektaren Fichtenwald in die Tiefe.
Zwischen 1942 und 1964 war das rutschende Gebiet etwas mehr als ein Quadratkilometer gross (horizontale Fläche). Höhe des rutschenden Hanges: 600 Meter, Breite: 1’200 Meter. Durchschnittliche Tiefe der Rutschmasse: rund 16 Meter (im oberen Teil bis zu 40 Meter). Die Rutschung bewegte sich durchschnittlich mit mehr als 1.8 Meter pro Jahr.
Um 1945 war die Strasse westlich von Schuders zu einem grossen Teil unbefahrbar. Ein wesentlicher Teil des landwirtschaftlich nutzbaren Landes war abgerutscht; mehrere Heimwesen waren unbewohnbar. Schuders wurde in den Medien als eines der grössten aktiven Rutschgebiete in den Alpen bekannt. Die Rutschmasse wurde auf 66 Millionen m3 geschätzt – man fürchtete eine Katastrophe für das ganze Vorderprättigau und das Rheintal.
In der Folge wurden verschiedenste Massnahmen ergriffen, um die Rutschmasse zu stabilisieren.
Seit 1960 hat sich die Rutschung verlangsamt.
Quellen
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Anhang: Virtuelle Bibliothek zur Schuderser Rutschung und Schraubach
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- Empirische Kulturwissenschaft Schweiz: Fotos zur Rutschung Schuders. download
- Flugaufnahmen Rutschgebiet Schuders, 1957. Bildarchiv ETH Zürich. download
Letzte Bearbeitung: 18.12.2025, markus weidmann